Tag der Ausbildung: Regierungspräsident besucht Weilheimer Unternehmensgruppe Bauer

Eigeninitiative zeigt Wirkung

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Im Gespräch v. li.: Justina Eibl, Stabsstellenleiterin Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung am Landratsamt Weilheim-Schongau; Markus Loth, Bürgermeister Weilheim; Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und Firmenchef Klaus Bauer.

Weilheim – Den „Bayerischen Tag der Ausbildung“ nahm Regierungspräsident Christoph Hillenbrand am vergangenen Dienstag zum Anlass, um Unternehmen zu besuchen, die in vorbildlicher Weise junge Menschen ausbilden und Migranten in den Betriebsalltag miteinbeziehen. Darunter war auch die Weilheimer Unternehmensgruppe Bauer.

Seit zirka einem Jahr sucht die Bauer Maschinen und Technologie GmbH und Co. KG nach Wegen, junge Migranten in die Arbeitswelt einzuführen. Begonnen hatte alles mit einem von Klaus Bauer organisierten Treffen des örtlichen Unternehmerkreises. Damals ging es um die Frage, wo neue Auszubildende gefunden werden können, da die Bewerbungen stark rückgängig sind. Bei dem Treffen wurde Bauer auf die Berufsintegrationsklasse der Berufsschule aufmerksam. Nachdem er die Klasse kennen gelernt hatte, meinte Bauer: „Die müssten wir doch in den Arbeitsmarkt kriegen können.“ Dieser Idee blieb der Firmenchef treu: Seit September letzten Jahres absolviert ein junger Syrer seine Ausbildung im Bereich Maschinenbau bei Bauer. Der junge Mann, Mitte Zwanzig, hat gute Deutschkenntnisse und plant, nach der Ausbildung seinen Meister zu machen.

Einen weiteren Weg für den Start ins Berufsleben bietet Bauer mit Praktika und sogenannten Helferstellen an. Interessierte können so das Unternehmen und die Arbeitsabläufe kennen lernen. Wer sich in dieser Zeit bewährt, hat danach Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Momentan arbeiten drei Helfer in der Kfz-Instandsetzung und im Maschinenbau.

Diese Form der Eigeninitiative lobte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Einige große Firmen würden sich nur auf das eigene Geschäft konzentrieren und nicht über den Tellerrand hinaus schauen. Bei Bauer sei das nicht so, sprach sie die innovativen Ideen der Unternehmensgruppe an.

Das Problem der Mitarbeitersuche sieht Bauer noch nicht gelöst. So konnten von vier freien Stellen im Kfz-Bereich nur zwei besetzt werden. Ein weiteres Problem sei das „Halten und Binden“ der Auszubildenden. Viele wären nicht mehr bereit, „einfach zu arbeiten“, sondern würden sich nach der Ausbildung weiterbilden wollen. Er könne froh sein, wenn von acht bis zehn Neueinstellungen die Hälfte in der Firma bleibt.

Hillenbrand folgte Bauers Ausführungen, konnte aber keine direkten Lösungen bieten. Man müsse an der Sache dran bleiben. Denn wie er zu Beginn des Gesprächs sagte: „Das Thema ist es wert, dass wir uns darum kümmern.

Von Sofia Wiethaler

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