Musik-Event war ein voller Erfolg

Ausgebuchtes MurNow-Festival

MurNow-Festival
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Nicht nur die Besucher, auch die Musiker haben das gemeinsame Feiern auf dem MurNow-Festival genossen.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Es war die volle Breitseite, Ladung, Wucht, wie auch immer man es ausdrücken möchte. Jedenfalls gab es Musik en masse in der jüngsten Ausgabe des MurNow-Festivals. Bands spielten auf zwei Bühnen, sodass zwischen den Acts kaum Wartezeiten entstanden. Auch am Einlass des Festival-Geländes im Kulturpark musste nicht lange gewartet werden – und das, obwohl sich rund 900 Besucher ankündigten.

Kurz nach der Eröffnung steht er da, der Aufsteller am Einlass, der verkündet, dass das Festival ausgebucht ist. Alle Gratis-Tickets, fast 900 an der Zahl, sind zu diesem Zeitpunkt vergriffen. Auf dem Programm des Festivals stehen unter anderem ein Dutzend Bands, allesamt von hier, aus der Region, mit Mitgliedern, die irgendwie mit Murnau verbandelt sind.

Musikalisch eingeläutet wird das Festival von den Kitcheners, die mit ihren Instrumenten bereits in der Muschel, dem Musikpavillon, stehen – mittags vor noch recht dünn besetzten Reihen. Doch vor dem ersten Ton aus den Saxophonen erinnert Zweite Bürgermeisterin Julia Stewens daran, dass man sich vor wenigen Wochen wohl nicht hätte erträumen lassen, dass sich hier nun so viele Leute tummeln dürfen. Sie bittet die Besucher darum, zu genießen, aber nicht dem Leichtsinn zu verfallen. An die Kitcheners appelliert sie hingegen, es krachen zu lassen.

Auch nicht erträumen lassen hätten sich die Organisatoren wohl den Umstand, so viele Besucher ohne Maske, ohne Test-, Genesungs- oder Impfnachweis hineinlassen zu können. Nur dort, wo der Mindestabstand nicht gewahrt werden kann, soll eine Maske aufs Gesicht. Doch die Bands und Künstler, darunter Whitebiermo, Checkstes 5, die Boogie Bugs, die Groover’s Combo und die Gamskampler blicken von den beiden Bühnen aus, der Muschel sowie einer Wiesenbühne, nahezu unentwegt auf freigelegtes Lächeln.

Fernab von Pop und Rock, Rapp und Reggae und damit des akustischen Genusses ziehen Düfte in die Nasen. Bratwurst und Halsgrat vom Grill sowie frisch gewickelte Falafel-Wraps neben Pistaziengebäck werden an Ständen angeboten. Farbe gibt’s dagegen an einem Stand der Fridays for Future-Aktivisten, die Plakate und Jutebeutel gestalten und auf der Wiese in der kräftig strahlenden Sonne trocknen lassen.

Auf der gesamten Wiese des Geländes leuchten bunte Fleckerl, Picknickdecken sind inselweise ausgebreitet, gelauscht und genossen wird eben nicht allein auf den zahlreichen Bierbänken, sondern auch auf dem Gras, das nach Wochen des Regens nun sonnengetrocknet ist. Als die Sonne sich von dannen macht, Dämmerung und schließlich Dunkelheit eintritt, erheben sich jedoch viele Besucher von ebendiesen Plätzen und tanzen. Ein Anblick, den die Musiker sichtlich vermisst haben. Freude, die die Tanzenden sichtlich vermisst haben. Das scheint auch Nikolaus Gerold, der künstlerische Leiter, beobachtet zu haben, der am Tag nach dem Festival zufrieden zurückblickt und meint: „Es war notwendig.“

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