Gut ausgestattet ans Krankenbett – Hellmeier-Stiftung finanziert drei Einsatzkoffer für Palliahome

Die Spendenüberbringer Urban Schaidhauf (hi.mi.) und Max Wagner im Pollinger Klostergarten mit vo.v.li. Lissi Schmid, Ulrike Schrott; hi.v.li. Dr. med. Ulla Henning, Claudia Hörbrand (Vereinsvorstand Palliahome), Peggy Eckert-Krinner, Palliahome-Team. Foto: Hofstetter

Auf ihrem Weg zu den schwer kranken Patienten haben die Schwestern des Vereins Palliahome ihren Notfallkoffer dabei, gefüllt mit Ampullen, Tabletten, Blutdruckmessgerät, Infusionen und weiteren Gerätschaften. Die Otto-Hellmeier-Stiftung in Raisting hat dem Verein nachträglich drei Koffer im Wert von je 500 Euro finanziert.

„In diesen Koffern ist alles drin, was wir an Grundausstattung brauchen“, dankte das Palliahome-Team dem Stiftungsvorsitzenden Urban Schaidhauf und dessen Stellvertreter Max Wagner. Die von dem Kunstmaler Otto Hellmeier zu Lebzeiten gegründete Stiftung soll das Andenken an den Stifter bewahren und die Bekämpfung der Krebs- und Zuckerkrankheit fördern. So ist es in der Satzung festgelegt. Während Hellmeiers künstlerischer Nachlass im Raistinger Kulturhaus beherbergt wird, wurden seit 2001 große Geldbeträge für die Krebs- und Diabetesforschung und -behandlung vergeben. Bis zu 50 000 Euro jährlich werden laut Schaidhauf ausgeschüttet. Der gemeinnützige Verein Palliahome e.V. wurde im Januar 2011 von Pflegekräften, Ärztinnen, Seelsorgern und Sozialarbeitern gegründet, um ein Versorgungsnetz für die „Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung“ (SAPV), die bayernweit Fuß fassen soll, aufzubauen. Im März 2012 startete das Team, das mit Ärzten, Krankenhäusern und dem ambulanten Hospiz eng zusammenarbeitet, wie die leitende Palliativmedizinerin Dr. med. Ulla Henning bestätigte. Die speziell geschulten Fachkräfte aus dem medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Bereich versorgten seither 85 Schwerstkranke in deren vertrauter Umgebung. Verordnet werden die Leistungen über einen Haus-/Krankenhausarzt und nach Prüfung des Medizinischen Dienstes von den Krankenkassen übernommen. Der Büro des Vereins, der viel ehrenamtliche Arbeit einbringt und auf Spenden angewiesen ist, hat seinen Sitz im Pollinger Kloster. Die in Hohenpeißenberg, Polling und Tutzing niedergelassenen sechs Vertrags- ärztinnen arbeiten auf Honorarbasis. Das Versorgungsgebiet von Palliahome umfasst den Landkreis Weilheim-Schongau und die Orte Tutzing und Feldafing mit gesamt 140 000 Einwohnern. Bis Ende 2013 muss der Verein die Palliativversorgung mit 24-Stunden-Notdienst auch für den Kreis Garmisch-Partenkirchen gewährleisten. „Ein Team ist für 240 000 Einwohner gedacht“, begründete dies Henning. Über eine große Fläche verteilt kommen fast 87 000 Einwohner dazu. Die leitende Palliativmedizinerin Henning sieht eine „große Herausforderung“ auf den Verein zukommen.

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