"Älter werden im Landkreis": Ausstellung im Weilheimer Landratsamt informiert

Rund um die Pflege

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Christl Pilz (2.v.re.) führte in die Ausstellung ein, mit der älteren Menschen eine „kleine Hilfestellung“ an die Hand gegeben werden soll. Re. Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Weilheim/Landkreis – Die Bevölkerung wird immer älter bei steigender Lebenserwartung und gleichzeitig rückläufigen Geburtsraten: „Älter werden im Landkreis“ ist ein Thema, das alle angeht, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei einer Ausstellungseröffnung im Landratsamt bewusst machte.

Circa 20 Prozent der Landkreisbevölkerung sind 65 Jahre oder älter, weshalb dieser Generation in der Gesellschaft ein immer höherer Stellenwert beigemessen wird. „Wir wollen alle fit und gepflegt alt werden“, fuhr die Landrätin fort in Anspielung auf den im Marketing gern gebrauchten Begriff der „Best Ager“.

Wer stellt die Pflegebedürftigkeit fest und mit welchen Leistungen aus der Pflegekasse kann im Bedarfsfall gerechnet werden? Was hat sich mit der Umwandlung der früheren drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade geändert? Wird ein Angehöriger pflegebedürftig, drängen sich für die Familie und weitere Betreuer viele Fragen auf. Eine Ausstellung im Foyer des Landratsamtes II, Stainhartstraße 7, stellt die Pflegegrade sowie die 13 Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis vor.

„Jede Einrichtung hat ihre Besonderheiten“, weiß Christl Pilz aus Erfahrung. „Gehen Sie rein und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl“, rät sie allen, die eine Standortwahl zu treffen haben. Die Leiterin der Beitragsstelle im Sozialamt ist auch für die Aufsicht in den Heimen zuständig: „Wir haben eine sehr gute, liebevolle pflegerische Versorgung im Landkreis“, berichtete sie bei der Ausstellungseröffnung. Für die Zukunft könne diese aber nur erhalten bleiben, „wenn es uns in den nächsten Jahren gelingt, genügend Pflegekräfte zu finden“. Im Landkreis wären noch einige weitere stationäre Pflegeplätze vorhanden, doch fehle das dafür nötige Personal. Die „große Politik“ müsse hier „die Stellschrauben richtig setzen“, appellierte Pilz.

Für einen Platz im Pflegeheim sollte die betreffende Person mindestens in Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder Fähigkeiten, Anm. d. Red.) eingestuft sein. Erst ab diesem Pflegegrad können die Leistungen der Pflegeversicherung für die stationäre Pflege im Heim in Anspruch genommen werden, erklärte Pilz. Im Gegensatz zu den früheren Pflegestufen werden jetzt bei den Pflegegraden die Demenzkranken stärker berücksichtigt und konkret eingestuft. Wie Pilz ausführte, seien die bei den jeweiligen Krankenkassen angesiedelten Pflegekassen verpflichtet, ihre Kunden unabhängig zu beraten. „Nutzen Sie diese Beratung“, ermunterte sie. Wie bei der Ausstellungseröffnung weiters zu erfahren war, ist im Landkreis die Einrichtung eines Pflegestützpunktes angedacht, an dem sich die Bürger neutral informieren können.

13 Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis stellen sich in der Ausstellung in Kurzportraits vor: AWO Seniorenzentrum Peiting, Caritas-Seniorenzentrum Peißenberg mit den Häusern Sankt Ulrich und Josef-Lindauer-Haus, AWO-Seniorenzentrum Penzberg, Steigenberger Hof Penzberg, Heiliggeist-Spital-Stiftung Schongau, Marie-Ebert-Altenheim Schongau, Senioren- und Pflegeheim Kriesmair GmbH Schwabbruck, Haus Charlotte von Kusserow Steingaden, Curata Residenz Weilheim, Pflegeheim im Pfaffenwinkel Weilheim, Städtisches Bürgerheim Weilheim und Integratives Pflegeheim-Schöneckerhaus, Diakonie Herzogsägmühle Peiting. Die Ausstellung dauert bis 15. April und kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes besichtigt werden.

Von Maria Hofstetter 

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