Claudia Albert präsentiert in der Peißenberger Vhs 20 Stoffbilder

"Anziehende Wände"

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Claudia Albert (rechts im Bild) präsentierte bei einer kleinen Vernissage ihre individuell gestalteten Stoffbilder. Mit auf dem Bild (v.li.) Mechthild Merz, Sparkassendirektor Eugen Trautmann, Vhs-Vorstandsmitglied Wilhelm Schuster, Bürgermeisterin Manuela Vanni, Vhs-Mitarbeiterin Sig- rid Halbritter und Vhs-Vorsitzender Alfred Kästl.

Peißenberg – Die neue Geschäftsstelle der Peißenberger Volkshochschule im Westflügel des Rigi-Centers ist „jetzt richtig behaglich“ geworden, wie Vhs-Leiterin Mechthild Merz kürzlich aus gegebenem Anlass konstatierte. Bislang zeigten sich die Wände in den neuen Räumlichkeiten noch überwiegend weiß und kahl. Doch seit ein paar Tagen bringt eine Ausstellung von Claudia Albert farbliche Atmosphäre in die Büro- und Kursräume.

Die gelernte Modedesignerin, die seit sechs Jahren in Peißenberg lebt, stellt derzeit unter dem Motto „Anziehende Wände“ 20 Exemplare ihrer originellen Stoffbilder aus. Bis 2010 war Albert selbstständig als Mode-Direktrice tätig und hat bundesweit für mittelständische Unternehmen Kollektionen für Damenoberbekleidung entworfen. Aus dieser Zeit bestehen noch viele Kontakte, die ihr den Zugang zu attraktiven und seltenen Stoffmustern verschaffen. Die oft in 3-D bedruckten Stoffe aus Seide, Leinen, Baumwolle, Viskose oder verschiedenen Materialmischungen spannt Albert auf Holzrahmen. Dadurch entstehen individuell gefertigte Unikate für die Raumgestaltung. „Früher habe ich Damen angezogen – und jetzt Wände“, erklärte Albert bei der offiziellen Vernissage schmunzelnd. Die Stoffbilder zeigen unter anderem verwischte Blumen, Schmetterlinge, abstrakte Pinselstriche, hochfarbige Graphiken oder beruhigende Kaschmirmuster sowie diffuse Pastells, die dem Betrachter eigene Interpretationen erlauben. Zudem sind aquarellähnliche und kalligraphische Drucke zu sehen. Die Anordnung der Ausstellungsbilder wurde der räumlichen Nutzung angepasst: Dezente Farben in den Entspannungs- und Yogaräumen sowie kräftigere, ausdrucksvolle Motive in der Geschäftsstelle und im Flur des Vhs-Kurszentrums.

Die Idee für die Fertigung von Stoffbildern kam Albert bei ihrem Umzug nach Peißenberg. Damals fand sie im neuen Zuhause viele weiße Wände vor, die darauf warteten gestaltet zu werden. Die Künstlerin sieht in ihren Stoffbildern auch ein Projekt der Wiederverwertung und Nachhaltigkeit. Die ausrangierten Musterstofflaschen finden in der Modewelt nach der Kollektionsgestaltung in der Regel keine Verwendung mehr. Viele werden lediglich zu Präsentationszwecken hergestellt. „Es ist eine relativ erschwingliche Geschichte, Atmosphäre in der Wohnung zu schaffen“, sagte Albert über ihre Werke. Die ausgestellten Bilder können übrigens auch käuflich erworben werden. 

Von Bernhard Jepsen

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