Ausstellung "Erneuerbare Energien im Oberland" des Projektes INOLA eröffnet

Ambitioniertes Ziel

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Bei der Ausstellungseröffnung im Foyer des Landratsamtes v. li. Hans Mummert, Fachbeirat Energie; Judith Dangel, Regionalmanagement; Landrätin Andrea Jochner-Weiß; Karl-Heinz Grehl, stellvertretender Landrat und Fachbeirat Energie; Andreas Scharli, Fachbeirat Energie und Dr. Anne von Streit, Projektleiterin.

Landkreis – Weilheim-Schongau hat sich zusammen mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen (Zusammenschluss „Energiewende Oberland“)das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden.

Unterstützung erhält die „Energiewende Oberland“ dabei von dem Projekt INOLA (Innovationen für ein nachhaltiges Energie- und Landmanagement). Das Projekt begleitet die Energiewende in der Region wissenschaftlich und hilft bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen. Als Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Praxis arbeitet INOLA dabei auch eng mit dem Bereich Energie und Klimaschutz am Landratsamt sowie den Akteuren vor Ort zusammen. Partner sind neben der „Energiewende Oberland“ auch Penzberg (Co-Projektleitung Praxis) und die Stadtwerke Bad Tölz GmbH.

Wer sich über das Thema informieren möchte, kann das ab sofort in der Ausstellung „Erneuerbare Energien im Oberland“ des Projektes INOLA im Landratsamt Weilheim-Schongau, Pütrichstraße 8, im Foyer. Andreas Scharli, Fachbeirat Energie, „Energiewende Oberland“ und Energiekompetenzzentrum, riet vor allem den „Leserbriefkriegern“, sich die Ausstellung anzuschauen. Die Energiewende sei „kein Wunschkonzert“, es gäbe nur die Möglichkeit entweder fossile oder erneuerbare Quellen zu nutzen.

Die Ausstellung beschäftigt sich insbesondere mit dem ersten bis zweiten Projektjahr, so Dr. Anne Streit, Projektleiterin und Department für Geographie LMU München. Daher sei auch Garmisch-Partenkirchen auf den Plakaten nicht berücksichtigt, da der Landkreis sich erst im Jahr 2016 der „Energiewende Oberland“ anschloss. Gestartet ist das Projekt INOLA bereits 2014.

Informiert wird auf den Plakaten unter anderem zu den Fragen „Wie viel Energie wird bereits mit erneuerbaren Energien in der Region erzeugt?“, „Kann der Energiebedarf im Oberland alleine mit regional verfügbaren erneuerbaren Energien gedeckt werden?“ und „Wie akzeptiert sind erneuerbare Energien bei der Bevölkerung im Oberland?“

Was die derzeitige Abdeckung des Strom- und Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien anbelangt, fehlen beim Strom noch 52 Prozent und in puncto Wärme 86 Prozent. Mit dem Strom sei es wesentlich einfacher als mit der Wärme, so Streit. Die Zahlen im Landkreis Weilheim-Schongau sind deckungsgleich mit denen der Region. Potenzial, um zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzusteigen, ist in der Region vorhanden, wie ein anderes Plakat aufzeigt. Allerdings wird es im Bereich Wärme deutlich schwieriger als beim Strom.

Insgesamt ließe sich im Bereich Wärme nur durch eine Erhöhung der Energieeffizienz sowie eine Einsparung von Energie, zum Beispiel durch energetische Sanierung des Gebäudebestandes, eine Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energien in der Region erreichen.

Ziemlich gut sieht es in Sachen Akzeptanz gegenüber der Energiewende aus. Knapp 90 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll und ganz beziehungsweise eher zu, dass Strom und Wärme in ihrem Landkreis aus erneuerbaren Energien erzeugt werden sollten.

Eine wichtige Veranstaltung in diesem Zusammenhang steht am Dienstag, 19. Juni, in Penzberg an. Dann werden die Ergebnisse der Simulation von möglichen erneuerbaren Energiepfaden präsentiert, hieß es bei der Ausstellungseröffnung.

Finanziert wird das Projekt INOLA vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Von Sofia Wiethaler 

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