Poetische Momentaufnahmen

Ausstellung von Sabine Feldmeier-Langer im Biomichl

Menschen bei Ausstellung im Biomichl
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Sabine Feldmeier-Langer (links) schildert den Vernissage-Gästen ihre Vorgehensweise beim Hängen der Fotos.

Weilheim – „Just life, playing“ betitelt die Künstlerin Sabine Feldmeier-Langer ihre neue Ausstellung im oberen Gastraum des Biomarkts in der Pütrichstraße. 

Die großformatigen Fotos verbindet sie mit Objekten in Schaukästen, die ihren Bildern weiteren Interpretationsspielraum geben. Es sind Momentaufnahmen, Reflexionen der Natur, die sie in Ausschnitten unbearbeitet dem Betrachter überlässt. Kürzlich wurde die Ausstellung (Corona geschuldet) vor wenigen geladenen Gästen eröffnet. „Ich finde, dass die heutige Witterung zu den Bildern passt. Die herbstlich kühle Stimmung, das Licht spiegelt sich in ihnen wieder“, schilderte Hausherrin Karin Sendl ihre Empfindungen in ihrer kurzen Laudatio. Dritter Bürgermeister Alfred Honisch gratulierte Feldmeier-Langer persönlich und im Namen der Stadt zur Ausstellung. „Ich weiß um die aktuellen Sorgen und Probleme der Kulturschaffenden. Umso mutiger finde ich Ihre Ausstellung. Ich wünsche Ihnen allerbestes Gelingen“, sagte Honisch. Die Künstlerin wollte statt vieler Worte ihre Bilder wirken lassen. „Jeder sieht darin etwas anderes“, erklärte sie.

Feldmeier-Langer wurde 1956 in Frankfurt geboren, wuchs aber in Bayern auf. Sie lebt in Murnau. Nach ihrer Lehre als Buchhändlerin begann sie eine Ausbildung zur Holzbildhauerin an der Schnitzschule in Oberammergau, bildete sich fort in Kunsttherapie, kreativem Schreiben LandArt und töpferte. Seit 2006 ist sie selbstständig im Bereich Kreativität. Unter anderem bietet sie Ton- und Specksteinwerkstätten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie arbeitet außerdem mit in der Museumspädagogik im Murnauer Schlossmuseum, dem Franz-Marc-Museum in Kochel und in Kreativ-Workshops im JUZ Garmisch. Außerdem engagiert sie sich in der Betreuung behinderter Menschen sowie in der Hospiz- und Trauerbegleitung. Ihre Kunst stellte sie bereits in diversen Ausstellungen vor. Anregungen und Motive findet sie auch durch Spaziergänge und Reisen. Die kleine Kamera ist stets dabei. „Wenn ich etwas entdecke, dann denke ich: ‚Ups, das wäre es doch.‘ Bearbeitet werden die Fotos nicht. Ich finde abstrakte Fotografie spannend“, schilderte die Künstlerin ihre Vorgehensweise. Die Ausstellung im Biomarkt Biomichl ist noch bis Ende Januar 2021 zu den Öffnungszeiten zu sehen.

Von Georg Müller

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