Fotoausstellung zeigt bis zum 28. Februar Weilheimer Ehrenamtliche

"1e/r von vielen"

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Alle auf einem Bild: Die beteiligten Ehrenamtlichen zusammen mit den Sponsoren, den Vertretern der Stadt und des Landkreises sowie mit Regierungsrätin Gudrun Rügemer (Mitte dritte v. re.), den Vertretern der Caritas und der Freiwilligenagentur sowie mit dem Hausherrn Stadtpfarrer Engelbert Birkle (hinten erster v. li).

Weilheim – Der frühere Perser Ali Shamloo lebt seit 30 Jahren in Deutschland und bezeichnet sich selbst als Weilheimer. Aktuell engagiert er sich beim Asyl-Unterstützerkreis als ehrenamtlicher Übersetzer und Dolmetscher.

Shamloo ist einer von 24 Ehrenamtlichen, die in der Ausstellung „1e/r von vielen“ zu sehen sind. Sie bildet den Abschluss des Engagement-Projektes „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ der Freiwilligenagentur „Anpacken mit Herz“ im Caritasverband Weilheim-Schongau. Die ausgestellten Bilder wurden von Fotograf Ralf Gerard eigens dafür angefertigt und zeigen die Porträtierten in alltäglichen Situationen wie bei einem Spaziergang über den Marienplatz oder einem Schaufensterbummel durch die Weilheimer Innenstadt. Die Abgebildeten sind allesamt Weilheimer Bürger aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement hervorheben.

Zur Eröffnung in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt sprach mitunter Bürgermeister Markus Loth, der als Schirmherr der Ausstellung fungiert. Loth meinte, dass neben der Wirtschaft das bürgerliche Engagement einen „ganz erheblichen Standortfaktor“ und eine „kostbare Ressource“ darstellen würde. Weilheim könne zu Recht stolz sein auf die vielen aktiven Vereine, Organisationen und auf die bürgerlichen Initiativen. Zum Thema passte auch die musikalische Untermalung durch den Weilheimer Gospelchor „Happy Voices“ sowie durch die beiden Musiker Michael Akpaglo und seinen Freund Ronny Sebatta.

Laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß brauche jede Stadt Menschen, die bereit seien, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Vor zehn bis 15 Jahren sei es noch leichter gewesen, Freiwillige für solche Ämter zu finden. Die Begründung dafür sei nicht leicht zu finden. Persönlich ist Jochner-Weiß aber der Meinung, dass der Rückzug ins Private und „eine gewisse Portion Egoismus“ in Mode gekommen seien. Oft seien davon besonders Jugendliche betroffen, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen würden. Umso mehr freute sich die Landrätin daher über die Ausstellung.

Regierungsrätin Gudrun Rügemer, die als Vertretung für Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Bayerischen Sozialministerium, gekommen war, gratulierte ebenfalls zur Ausstellung, die im Rahmen der Förderung des Sozialministeriums für das Projekt „Miteinader leben – Ehrenamt verbindet“ umgesetzt wurde. Ehrenamtliche seien „der Kitt“, der die Gesellschaft zusammen hält.

Zum Abschluss wurden allen Anwesenden von Fotograf Gerard erstellte Zeitungen zu der Ausstellung übergeben und Monika Funk, Geschäftsführerin Caritasverband Weilheim-Schongau e. V., erklärte, was es mit dem „Ehrenamtsbuch“ auf sich hat. Besucher der Ausstellung können darin ihre Gedanken zum Thema Ehrenamt niederschreiben. Nach dem Ende der Ausstellung soll es Bürgermeister Loth übergeben werden „als Schatz ihrer Stadt“. Die Fotoausstellung kann bis Dienstag, 28. Februar, in der Stadtpfarrkirche besucht werden.

Von Sofia Wiethaler

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