Für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ausgezeichnet

Ehre, wem Ehre gebührt

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Landrätin Andrea Jochner-Weiß zeichnete (v.li.) Xaver Fichtl, Reinald Huber und Andreas Lüdtke für ihre Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung aus.

Landkreis/Peißenberg – Man muss mindestens 18 Jahre in einem Gemeinde- oder Stadtrat gesessen sein, dabei wirklich als aktiver Mandatsträger aufgefallen sein und sich auch außerhalb des Gremiums für das Gemeinwohl eingesetzt haben, um eine Auszeichnung für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung zu erhalten.

Genau diese Kriterien erfüllen Andreas Lüdtke, Reinald Huber und Xaver Fichtl. Das Trio wurde kürzlich bei einer Feierstunde im Peißenberger Gasthof „Sonne“ mit Urkunden und Medaillen geehrt. Die Verleihungszeremonie übernahm Landrätin Andrea Jochner-Weiß im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums. „Wir brauchen Leute, die anpacken und Heimat gestalten“, konstatierte Jochner-Weiß. Lüdtke, Fichtl und Huber sind diesbezüglich absolute Vorbilder: Letzterer sitzt seit 1990 im Obersöcheringer Gemeinderat, seit 2014 ist er als Rathauschef tätig. „Bereits während deiner Amtszeit als zweiter Bürgermeister von 2002 bis 2014 hast du zahlreiche hilfreiche Ideen in die Gemeindepolitik eingebracht“, laudatierte die Landrätin über Huber. Als Beispiele nannte sie die Errichtung der Turnhalle – „ein energetisches Vorzeigeprojekt“. Zudem habe Huber durch seine „vorausschauende Grundstückspolitik“ Wohnraum für einheimische Familien und „die Grundlage für eine maßvolle weitere Entwicklung der Gemeinde“ geschaffen. Dafür verteilte Jochner-Weiß nicht nur Küsschen, sondern auch die Verdienstmedaille in Bronze und dickes Lob: „Obersöchering hat einen Menschen wie dich verdient.“

Ebenfalls mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet wurde Xaver Fichtl, der seit 1990 als Bürgermeister von Ingenried tätig ist. Jochner-Weiß würdigte die „ausgleichende, menschliche Art und die auf Gemeinsamkeit und Einvernehmen ausgerichtete Vorgehensweise“ des langjährigen Rathauschefs. Fichtl habe sich zudem in vielen örtlichen Vereinen sowie Institutionen engagiert (Landjugend, Pfarrgemeinderat, Feuerwehr, Schützenverein) und in Ingenried wichtige Projekte, unter anderem den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, Breitbandausbau, „mit viel Herzblut, Optimismus und positiver Ausstrahlung“ vorangetrieben. Mit einer Dankesurkunde wurde schließlich Andreas Lüdtke ausgezeichnet. „Sie haben ihr umfangreiches Wissen in die kommunalpolitische Arbeit eingebracht. Die ehrenamtlichen Aufgaben haben sie mit großem persönlichen Engagement in bewundernswerter Weise wahrgenommen“, hieß es in Jochner-Weiß‘ Laudatio. Lüdtke sitzt seit 2002 im Bernrieder Gemeinderat. Bereits von 1990 bis 1996 gehörte er dem Gremium für eine Wahlperiode an. Lüdtke ist Vorsitzender der Überparteilichen Freien Wählergruppe Bernried und in mehreren Vereinen, unter anderem in Sportverein Bernried, Heimat- und Trachtenverein, engagiert.

Von Bernhard Jepsen

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