AWO-Kreisverbände vergeben Förderpreis an ehrenamtliche Projekte und Institutionen

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Andrea Jochner-Weiß (vo.3.v.re.), Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni (2.v.re.), Vize-AWO-Kreisvorsitzende von Weilheim-Schongau, Ute Frohwein-Sendl (re.) und Michael Asam (hi.li.) mit den Empfängern des Förderpreises 2019.

Peißenberg – Um ehrenamtliches Engagement angemessen zu würdigen und zu unterstützen, hat der AWO-Kreisverband 2009 einen Förderpreis ins Leben gerufen. Seit 2013 kooperiert bei der Verleihung auch der Nachbar-Kreisverband Garmisch-Partenkirchen. Bei der jüngsten Auflage wurden in einer kleinen Feierstunde im Peißenberger Bürgerhaus sechs Preisträger ausgezeichnet.

„Sie stärken das soziale Netzwerk“, lobte Laudatorin und Schirmherrin Andrea Jochner-Weiß den gemeinnützigen Einsatz der Projektträger. Ehrenamtliches Engagement, so betonte die Landrätin, lasse sich nicht von oben verordnen. Hinter den ausgewählten Projekten des Förderpreises würden Menschen stehen, „die den Konjunktiv beiseite legen und denen das Schicksal anderer Menschen nicht egal ist“.

Als „prima Idee“ bezeichnete Weilheim-Schongaus AWO-Kreisverbandsvorsitzender Michael Asam die Vergabe des Förderpreises: „Damit kann man auch Dinge in den Vordergrund rücken, die nicht so bekannt sind.“ Die Verleihung sei letztlich ein „Anerkennungspreis“ verbunden mit einer kleinen finanziellen Unterstützung. Insgesamt schüttete die AWO an die sechs Preisempfänger 2 000 Euro aus: „Wir sind ein Wohlfahrts- und kein Millionärsverband“, scherzte Asam in seinem Grußwort.

Den ersten Preis heimste die Staatliche Wirtschaftsschule Garmisch-Partenkirchen ein. Sie organisierte über Projektgruppen ein „Sommerfest Europa“ für Patienten der Kinderrheumaklinik – und zwar mit angepassten Spielstationen, bei denen jeder nach seinen individuellen Fähigkeiten mitmachen konnte. Das Preisgeld in Höhe von 800 Euro will die Schule nun in weitere Projekte, wie die Organisation eines Faschingsballs in einem Garmisch-Partenkirchener Kindergarten, stecken.

Der zweite Preis wiederum wurde den „Spaßvögeln“ zugesprochen. Dabei handelt es sich um eine Kontaktgruppe für geistig behinderte, lernbehinderte und nicht behinderte Menschen. „Seit über 32 Jahren gehören wir zum normalen Stadtbild in Penzberg“, erklärte Mitorganisatorin Agnes Eberl bei der Vorstellung der „Spaßvögel“. Das Förderpreisgeld in Höhe von 500 Euro soll in die Anmietung eines Fahrzeugs gesteckt werden – denn: „Die Mobilität ist unser größtes Problem“, berichtete Eberl.

Der dritte Preis in Höhe von 300 Euro ging an die Nachbarschaftshilfe Wielenbach und ihr Projekt „Generationen lernen – Workshops für Jung und Alt“. Die Idee: Junge und alte Menschen sollen sich ungezwungen treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Dabei geht es regelmäßig unter anderem um das Thema „Digitalisierung“. Bei Kaffeerunden weisen zum Beispiel Jugendliche Senioren in die Bedienung von Smartphones ein. In der Planungsphase ist derzeit die Organisation eines Computerkurses.

Mit jeweils 100 Euro wurden zudem die Christophorusschule Farchant mit ihrem „Beschäftigungsangebot für Senioren“, der AWO-Ortsverein Penzberg mit seinem „Lernpaten-Projekt“ und das Staffelsee-Gymnasium Murnau für seine „Unterstützung von Patenkindern in unterschiedlichen Ländern“ ausgezeichnet.

Von Bernhard Jepsen

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