Dem Badespaß steht nichts im Weg – Endlich Sommer: Viel trinken wichtig – Erste Hilfe bei Badeunfällen

Kopfüber rein ins erfrischende Nass des Oberhausener Badeweihers. Foto: Hofstetter

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KATHARINA GSÖLL; Landkreis – Lange hat er auf sich warten lassen, aber jetzt ist der Sommer endlich auch bei uns angekommen: Mit Temperaturen von bis zu 34 Grad ist es derzeit nirgendwo so schön wie in einem erfrischenden Badesee. „Dem Badespaß steht nichts im Weg“, bestätigt Gesundheitsamtsleiter Dr. Karl Breu. Bis auf wenige Ausnahmen weisen die 30 EU-Badeplätze im Landkreis Weilheim-Schongau eine sehr gute Wasserqualität auf. Ein Schwimmer schluckt rund 50 ml, ein Nichtschwimmer 30 ml Wasser, Kinder beim Herumtollen und Surfer bringen es leicht auf einen halben Liter. Deshalb muss gewährleistet sein, dass keine Erkrankungsgefahr besteht. Hygienesachbearbeiterin Veronika Ertl hat zum fünften Mal in dieser Badesaison die physikalisch-chemische Wasserqualität überprüft – diese ist an allen Badeplätzen einwandfrei. Erfreulich waren die Ergebnisse der mikrobiologischen Wasserproben unmittelbar nach schweren Regenfällen. Gering überschritten wurden die Leitwerte im Ammersee, im Ettinger Weiher, im Kaltenbrunner See, im Lechbad Lido und im Weilbergweiher. Der Deutsche Wetterdienst gab am Montag zum zweiten Mal in Folge eine Hitzewarnung für den Landkreis. „Der Mensch verliert am Tag zwei bis drei Liter Flüssigkeit, bei den derzeitigen Temperaturen bis zu fünf Liter“, so Breu. Diese Verluste müssen ersetzt werden, um leistungsfähig zu bleiben. Deshalb: Ausreichend trinken nicht vergessen! Durch Kreislaufprobleme, Alkohol oder Überschätzung ertrinken jeden Sommer pro Tag zwei Menschen in Deutschland. Andrea Wiskow, Ausbildungsleiterin der Johanniter im Regionalverband Oberbayern: „Vor einem Rettungsversuch muss man weitere Personen aufmerksam machen, die den Rettungsdienst alarmieren können. Wer einen Ertrinkenden aus dem Wasser ziehen will, reicht ihm, wenn möglich, einen schwimmenden Gegenstand, um direkten Kontakt zu vermeiden. Denn wenn sich der Ertrinkende in Panik an den Retter klammert, könnte er ihn unter Wasser drücken.“ An Land muss schnell Erste Hilfe geleistet werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.

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