In Aubereichen und am Gögerl müssen Bäume gefällt werden

Sicherheit geht vor

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Fichte mit Borkenkäferbefall am Naturfreundehaus.

Weilheim – Auf einer kleineren Waldfläche nahe des Naturfreundehauses, dem Gögerl und in der Nähe der Unterhauser Au werden aus Gründen der Verkehrssicherung problematische Bäume gefällt. Stadtförster Christian Schuller erklärt die Hintergründe.

„Wie das letzte Nassschnee-Ereignis in der Region gezeigt hat, sind die Bäume zum Teil nicht so stabil, wie sie im ersten Moment erscheinen. Auch herabfallende Äste können eine erhebliche Gefahr für Waldbesucher darstellen“, erklärt der Forstamtmann. In einem „gewöhnlichen Wald“ müssten Spaziergänger mit solchen Gefahren rechnen. Bei stark frequentierten, mit Wegen oder anderen Einrichtungen durchzogenen Wäldern, wie der Weilheimer und Unterhauser Au oder dem Gögerl, habe der Eigentümer eine höhere Verkehrssicherungspflicht. In den genannten Bereichen stehen die „Problem-Bäume“ teils an einem Kinderspielplatz und an gut ausgebauten Wegen. „Das größte Problem ist die Esche“, sagt Schuller und führt aus, dass die wegen ihrer Eigenschaften von der Forstwirtschaft eigentlich sehr geschätzte Baumart seit zehn Jahren an einer sehr massiv auftretenden Pilzerkrankung (Eschentriebsterben) leidet. Inzwischen kommt der Pilz in ganz Bayern vor. 

Bei jungen Pflanzen führt der Pilz rasch zum völligen Absterben, bei älteren Bäumen kommt es zu einer zunehmenden Totholzbildung in der Krone. Kronenteile und Äste sterben ab und brechen vom Baum, so dass dieser aus Sicherheitsgründen entnommen werden muss. Im Zuge dieser Maßnahmen werden auch vom Borkenkäfer befallene Fichten gefällt. Der Fortbestand des Waldes sei aber nicht gefährdet, beruhigt Schuller. Waldeigentümer müssen dafür sorgen, dass Blößen nachgepflanzt werden – Wald muss Wald bleiben. Andere Baumarten, wie Bergahorn, Kirsche oder Eiche, könnten „die Lücke schließen“.

Von Kreisbote

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