"Pro Bahn"-Kreisgruppe Weilheim-Schongau veranstaltet Bahnhofsrundgang

Kritik aber auch Lob

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Die Teilnehmer des Rundgangs zusammen mit vorne v. re. Matt- hias Wiegner und Norbert Moy. Die Infotafel hätten die Herren lieber überdacht gesehen.

Weilheim – „Nachdem der barrierefreie Umbau jetzt weitgehend abgeschlossen ist, wäre es einmal interessant, die Einschätzung der Fahrgäste abzufragen“, so Matthias Wiegner, Mitglied im Landesvorstand von „Pro Bahn Bayern“.

Daher lud die Kreisgruppe Weilheim-Schongau zu einem Bahnhofsrundgang ein. Geleitet wurde dieser von Wiegner und Norbert Moy, Vorsitzender „Pro Bahn Oberbayern“. Dabei wurden einige Kritikpunkte aber auch lobende Worte geäußert. Gleich zu Beginn des Rundgangs sagte Moy, dass die Bauarbeiten rückblickend „relativ fahrgastfreundlich“ ausgefallen seien. Es hätte nur wenige Sperrungen gegeben und der Fahrplan sei auch zu einem großen Teil eingehalten worden. So etwas müsse man auch loben, betonte Moy. Zustimmung erhielten auch die zwei zusätzlichen temporären Bahnsteige. Allerdings bedauerte Wiegner, dass der Steig sieben wieder zurückgebaut wurde. „Bei Störungen hätte man den vielleicht gebrauchen können.“ Des Weiteren wurden die fehlende beziehungsweise nicht ausreichende Überdachung bei den Toiletten und der Treppe im Bereich von Gleis 1 moniert.

Auch die Situation der Radständer am Bahnhof wurde angesprochen. Hier müsse noch viel passieren, aber das sei Sache der Stadt, so Moy.

Den Fahrkartenautomat im Bereich von Gleis 1 hätten die Anhänger von „Pro Bahn“ gerne um 90 Grad gedreht und mit dem Rücken zu den Stahlträgern gesehen, da man so trotz Sonneneinstrahlung besser lesen könnte. Positiv fand Wiegner, dass die Bahnsteigüberdachung im Bereich von Gleis 1 verlängert worden sei. Allerdings sei das Dach relativ hoch und schmal, wodurch es bei Regen an Nutzen verlieren würde. Auch einen breiteren Bahnsteig im Bereich Gleis 1 D würde Wiegner begrüßen, allerdings müsse man diesbezüglich noch abwarten, was sich durch den geplanten Busbahnhof noch verbessert.

Großen Zuspruch erhielten die Rampen an den Gleisen, durch die Fahrgäste mit Rollstuhl auch im Fall eines defekten Aufzugs zu ihrem Zug kommen können. Das sei „ziemlich clever“, so Wiegner. Zudem sei die Beleuchtung des Bahnhofs besser geworden.

Beklagt wurde dagegen „die Stufe beim Ein- und Aussteigen in den Zug“, die durch die unterschiedlich hohen Bahnsteige entsteht. Außerdem sei der Steig bei Gleis 4 und 5 leider verkürzt worden und bei Gleis 2 und 3 eine längere Überdachung wünschenswert, sagte Moy. Was noch abzuwarten sei, so Wiegner, sei die Qualität der Lautsprecher.

Von Sofia Wiethaler

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