Schienenausbau voranbringen

Bahnausbau: Zusammenarbeit von Bayern und Österreich gefragt

Zwei Zuggleise
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In Tirol und Österreich hofft man auf die Mitarbeit und Hilfe Bayerns beim Schienenausbau

Region – Vonseiten der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und des Landes Tirol gibt es erste vielversprechende Studien über die Machbarkeit und das Potential eines Bahn-Tunnels vom Inntal hinauf ins Ehrwalder Becken, somit zur Werdenfelsbahn.

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag Dr. Markus Büchler hat in einer Anfrage an die Staatsregierung die Position der selbigen zu dieser neuen Bahnverbindung erfragt und zeigt sich von der Antwort enttäuscht. „Bayern will von der hochattraktiven Verbindung ins Inntal nichts wissen. (...) Auch beim Brennernordzulauf hat Deutschland erstmal nichts getan und heute heißt es: Hoppala, warum sind wir denn 15 Jahre im Verzug? Dieses Versagen darf sich im Werdenfels nicht wiederholen“, verlangt Büchler.

Die grüne Bundestagskandidatin Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski im Wahlkreis Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen fordert Bundes- und Staatsregierung auf, auf diese neuen ÖBB-Pläne eines Fernpasseisenbahntunnels jetzt vorausschauend und proaktiv zu reagieren, damit diese von beiden Seiten kommend schnellstmöglich Realität werden können. „Es kann doch nicht sein, dass die CSU in Wahlkampfreden vom Klimaschutz schwadroniert und dann den Kopf in den Sand steckt, wenn sich konkrete Chancen auftun. Eine neue Eisenbahnverbindung über den Bahntunnel Außerfern wäre für die Region Weilheim-Garmisch eine Riesenchance. Ich will, dass Deutschland und Österreichs gemeinsam die klimafreundliche Schiene voran bringen. Damit das Werdenfels und die ganze bayerisch-tiroler Grenzregion vom schon heute unerträglichen Autoverkehr entlastet wird“, fordert Löwenbourg-Brzezinski.

Am selben Strang zieht der Tiroler Landtagsabgeordnete und Verkehrssprecher des grünen Landtags-Klubs Michael Mingler: „Die Schiene ist das klimafreundliche Verkehrsmittel der Zukunft. Wir in Tirol werden geradezu überrollt vom Reise- und Ausflugsverkehr von und nach Bayern. In Tirol und Österreich ist der Vorrang des Schienenausbaus beschlossene Sache. Damit unser klimafreundlicher Schienenausbau seine Wirkung voll entfalten kann, brauchen wir jedenfalls auch die Unterstützung aus Bayern. Dies betrifft die ehestmögliche Realisierung der Zulaufstrecken zum BBT ebenso wie die technische Modernisierung und den zumindest teilweise zweigleisigen Ausbau der Werdenfelsbahn von München über Garmisch-Partenkirchen ins Tiroler Außerfern, um die Außerfernbahn attraktiver zu machen. Ein gut ausgebauter Nordzulauf ist außerdem Voraussetzung für einen allfälligen Bahntunnel vom Ehrwalder Becken ins Inntal, dessen Realisierung wir anstreben, um Reisenden aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden eine neue, schnelle Verbindung ins Oberinntal und auch nach Innsbruck zu bieten. Ebenso brauchen wir dringend die Elektrifizierung der Strecke von der deutschen Staatsgrenze bis Kempten und Augsburg um einen modernen Personenverkehr anbieten zu können.“

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Von Kreisbote

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