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Kreisausschuss genehmigt Ausgaben – Mitunter sind Halbschranken geplant – Baubeginn voraussichtlich 2019

Neues in puncto Bahnübergang Forster Straße

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Schon öfter ereigneten sich am Bahnübergang Forster Straße in Peißenberg Unfälle.

Peißenberg – Ende September 2017 kollidierte am Bahnübergang „Forster Straße“ in Peißenberg ein Auto mit einem Triebwagen der Bayerischen Regiobahn. Durch den Unfall wurde der 63-jährige Pkw-Lenker, der den Übergang trotz des roten Blinklichts überfahren hatte, schwer verletzt. Vier Zuginsassen erlitten zudem leichte Verletzungen (wir berichteten). Und das war nicht der erste Unfall an besagtem Bahnübergang.

Damit so etwas in Zukunft nicht mehr passiert, hat sich der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung mit einer Vereinbarung des Landkreises Weilheim-Schongau und der DB Netz AG sowie den damit verbundenen außerplanmäßigen Ausgaben einstimmig einverstanden erklärt.

Die Bahnübergangssicherungsanlage sei veraltet und könne nicht mit Halbschranken nachgerüstet werden, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Für die neue Lösung muss der Landkreis knapp 115 000 Euro investieren. Die gleiche Summe wird für den Bund fällig und DB Netz muss knapp 463 000 Euro aufbringen. Zusätzlich hofft der Landkreis, dass weitere 50 Prozent seiner Ausgaben vom Freistaat gefördert werden. Die Realisierung der Baumaßnahme ist für 2019 vorgesehen.

Neben dem Ersatz der bisherigen Sicherungsanlage durch eine Lichtzeichenanlage mit Halbschranken ist außerdem der Ausbau der kreuzenden Verkehrswege Forster Straße und Dornbichlweg geplant. Des Weiteren sollen mitunter die Straße verbreitert und Betonschwellen im Bereich des neuen Kreuzungspunktes gebaut werden. Um die Steuerung für den Bahnübergang unterzubringen, wird ein Schalthaus auf dem Gelände der DB Netz errichtet.

Wolfgang Taffertshofer (BfL) erkundigte sich, ob die Idee, komplett auf Bahnschranken zu verzichten und den Verkehr durch eine Unterführung umzuleiten, auch betrachtet worden sei. Daraufhin gab Kreiskämmerer Norbert Merk an, dass diese Lösung aufgrund von finanziellen und zeitlichen Aspekten ausgeschieden sei.

Klaus Gast (CSU) sprach sich für die Maßnahme aus, da er lieber „den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ habe. Die jetzige Anlage sei nicht mehr zeitgemäß. „Die meisten Verkehrsteilnehmer sind nicht mehr daran gewöhnt.“ Durch die Baumaßnahme würde die Sicherheit in Peißenberg gestärkt werden, so Jochner-Weiß abschließend.

Von Sofia Wiethaler

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