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Musiker im Abistress

Big Band spielt bei Bundeswettbewerb von "Jugend jazzt"

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Die Mitglieder der Weilheimer Big Band proben derzeit intensiv, um beim Bundeswettbewerb von „Jugend jazzt“ in Frankfurt zu punkten.

Weilheim– Den Landeswettbewerb von „Jugend jazzt” in Marktoberdorf im Dezember meisterte die Weilheimer Big Band mit Bravour. Als bayerische Sieger dürfen die Gymnasiasten am 12. Mai beim Bundeswettbewerb in Frankfurt teilnehmen. Derzeit proben die Nachwuchsmusiker intensiv.

Zur Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ trifft sich jährlich der talentierte Jazznachwuchs Deutschlands. Bereits zweimal waren die Weilheimer qualifiziert – 2012 und 2016. Das Event ist eine Mischung aus Festival, Konzertpodium, Kontakt- und Informationsbörse, Workshop und Seminar. Junge Musiker haben die Chance, ihr Können vor Jury und Publikum unter Beweis zu stellen.

Die Konkurrenz ist stark: Auch Big Bands von reinen Musikgymnasien oder solche, in denen viele Studenten mitspielen, gehören zu den Kontrahenten. Der Altersdurchschnitt der Weilheimer liegt bei gut 16 Jahren, viele andere Gruppen sind deutlich älter. Auf die ersten Plätze zu kommen, wird daher vermutlich schwierig. Arthur Lehmann, der die Big Band seit über 30 Jahren leitet, vertritt Bayern dennoch gerne und will vor allem durch die Auswahl der Stücke punkten.

Auf der Bühne präsentieren er und seine 25 jungen Musiker nicht nur zwei bekannte Stücke – das „Concert For Clarinet Part 2“ von Artie Shaw und „Moondance“ von Van Morrison, sondern auch zwei Kompositionen von ehemaligen Mitgliedern der Gymnasiumsband. Der Schlagzeuger Felix Wolf hat „Analyse“ geschrieben, der Saxophonist Joscha Arnold „Paradox“ arrangiert. Gerade durch diese unkonventionelle Mischung erhofft sich Lehmann Extrapunkte der Jury: „Allerweltszeug wollen die nicht hören“, ist er sich sicher.

Derzeit probt die Gruppe die ausgewählten Arrangements intensiv. „Alles muss sauber sein“, legt Lehmann darauf Wert, dass seine Schützlinge konzentriert spielen. „Jeder Fehler fällt auf und bringt Abzüge“, weiß er aus der Erfahrung vieler Teilnahmen an „Jugend jazzt“. Bereits seit Mitte der 1990ger Jahre sind die Weilheimer regelmäßig beim Landeswettbewerb in Marktoberdorf vertreten. Da zum Großteil Abiturienten mit nach Frankfurt kommen, ist der Zeitplan sehr eng gesteckt. Durch die Deutschabiturprüfung, die am Freitag stattfindet, kann die Band erst danach losfahren und verpasst daher Teile des Rahmenprogramms. „Nach der langen Busfahrt passiert dann nicht mehr viel“, so Lehmann. Denn am Samstag muss die Big Band fit sein für ihre Wertungsrunde. Am Sonntag geht es dann wieder zurück nach Weilheim. Die Schule und das Abitur rufen. 

Von Ursula Gallmetzer

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