Baugrundstücke am "Mühlpointfeld II" heiß begehrt

Rund 120 Bewerber für 17 Parzellen

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Mit den Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet am „Mühlpointfeld II“ wurde bereits begonnen.

Peißenberg – In Peißenberg ist Bauland offenbar rar. Der Beleg dafür: Für das neue Baugebiet am „Mühlpointfeld II“ nördlich der Hutter Leite rechnet die Rathausverwaltung für die Vergabe der 17 gemeindeeigenen Baugrundstücke mit rund 120 Bewerbern.

Insgesamt werden auf dem 15 000 Quadratmeter großen Areal im Norden Peißenbergs 23 Parzellen ausgewiesen. Sechs Grundstücke hat sich der Grundeigentümer reservieren lassen. Bleiben unter dem Strich 17 Bauplätze, die nach der Intention der Gemeinde vor allem an junge Peißenberger Familien vergeben werden sollen.

Doch als klassisches „Einheimischen-Modell“ ist das „Mühlpointfeld II“ nicht deklariert. Um nicht in Konflikt mit dem EU-Diskriminierungsverbot zu geraten, hat man ein Punktesystem entwickelt, das Zuzug von außen nicht generell ausschließt. Die Ortsansässigkeit wird darin aber positiv bewertet. Auch soziale Kriterien wie die Höhe des Einkommens spielen eine Rolle.

 In der Mai-Sitzung des Marktrats soll das Punktesystem öffentlich präsentiert werden und danach eine rund vierwöchige Bewerbungsfrist beginnen. Der Zeitpunkt der Bewerbung wird dabei völlig egal sein. Der Grundsatz „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ gilt nicht. Bei der Vielzahl der Interessenten wird es zwangsläufig Härtefälle geben: „Es wird der ein oder andere rausfallen, der es eigentlich verdient hätte“, prognostiziert Liegenschaftsverwalter Erich Gehrmann, der das Vergabefahren im Spätsommer respektive Herbst über die Bühne bringen will. Preislich wird die Gemeinde die 17 Parzellen vermutlich deutlich unter dem Marktwert verkaufen. Im Gespräch sind 150 Euro pro unerschlossener Grundstücksfläche. Der Bodenrichtwert liegt in Peißenberg aktuell bei 200 Euro pro Quadratmeter. „Das ist bislang aber nur eine Richtschnur und muss im Marktrat noch abgestimmt werden“, so Gehrmann.

Von Bernhard Jepsen

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