Landtagswahl: Grüne zweitstärkste Kraft – Auch Freie Wähler punkten im Stimmkreis – SPD stürzt auf 7,2 Prozent ab

Ergebnisse im Stimmkreis

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Landkreis – Der bayerische Wahlkrimi am Sonntagabend, von der politikinteressierten Bürgerschaft in den Medien aufmerksam verfolgt, verlief weit spannender als manche „Tatort“-Folge. Während sich bei den Volksparteien CSU und SPD nach dem Eintrudeln der Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden Katerstimmung und große Ernüchterung breit machten, versetzten deutliche Stimmenzuwächse die Grünen und Freien Wähler in eine fröhliche Partylaune. Erstmals wird die AfD in einen bayerischen Landtag einziehen.

Die Ergebnisse auf Landesebene spiegelten sich auch im Stimmkreis 131 Weilheim- Schongau wider. 98 854 von insgesamt 127 844 Stimmberechtigten machten an dem strahlenden Herbstsonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch, wobei sich mehr als in den Vorjahren für die Briefwahl entschieden, wie Landratsamtpressesprecher Hans Rehbehn auf Nachfrage bestätigte. 1 085 der abgegebenen Erst- sowie 1 422 der Zweitstimmen waren ungültig.

Die Grünen konnten sich als zweitstärkste Kraft positionieren, gefolgt von den Freien Wählern. Besonders hart traf es die SPD: Sie blieb mit ihrem Stimmenanteil hinter der AfD zurück.

Ob neben dem CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn aus Murnau, der weitere fünf Jahre Stimmkreisabgeordneter bleiben wird, noch Vertreter anderer Parteien aus dem Stimmkreis den Einzug in das Maximilianeum schaffen, steht noch nicht fest. Für Andreas Krahl (Grüne) aus Seehausen, die Weilheimerin Susann Enders (Freie Wähler) und Bayerns einstigem Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) aus Gauting hält die Zitterpartie bis zum Vorliegen des Endergebnisses an – sie setzen ihre Hoffnungen auf die Zweitstimmen. Dies gilt letztlich auch für AfD-Kandidat Rüdiger Imgart aus Weilheim.

Der Stimmkreis 131 umfasst alle Gemeinden im Landkreis Weilheim-Schongau außer Bernried, Seeshaupt und Iffeldorf (gehören zum Stimmkreis 129 Starnberg) sowie 16 Gemeinden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Im 18. Bayerischen Landtag werden laut vorläufigem amtlichen Ergebnis aufgrund der Überhangs- und Ausgleichsmandate 205 Abgeordnete vertreten sein. Das endgültige Ergebnis wird der Landeswahlausschuss voraussichtlich am 30. Oktober feststellen.

Von Maria Hofstetter

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