Filmcrew im Auftrag des Bayerischen Rundfunks drei Tage lang am Tiefstollen und Sulzer Stollen

"Falsche Siebziger" in Peißenberg

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Hochkonzentriert wurde am Set gearbeitet und der Dreh nur kurz für einen Fototermin mit Matthias Kiefersauer (in der Reihe außen links) und seinen Schauspielern unterbrochen.

Peißenberg – „Wir gehen auf Anfang zum Dreh. Es kehrt Ruhe ein. Kamera und Ton laufen…..und bitte.“ So lautete unter der Woche das beherrschende Kommando in Peißenberg. Im Auftrag des Bayerischen Rundfunks hatte sich eine Filmcrew am Tiefstollenareal einquartiert, um an der Komödie „Falsche Siebziger“ von Regisseur Matthias Kiefersauer zu drehen.

Als Kulisse dienten unter anderem das Erlebnisbergwerk und das Gelände am Sulzer Stollen. Ilse Neubauer und Sebastian Bezzel sind die wohl bekanntesten Schauspielernamen, die in dem schwarzhumorigen Fernsehfilm mitwirken.

Die Geschichte erzählt von einem kleinen Weiler, in dem fast gleichzeitig drei Senioren sterben. Die Dorfbewohner beschließen, die Verstorbenen offiziell am Leben zu erhalten, um deren Rente abzukassieren. Irgendwann gerät das Lügengebilde völlig außer Kontrolle – und irgendwo müssen die Leichen konserviert werden.

Die Produktionsfirma war deshalb für die Filmkulisse auf der Suche nach einem Bergwerksstollen, und sie wurde in Peißenberg fündig: Szenenbildnerin Michaela Weniger sprach am Set bezüglich des Tiefstollens von einem „total treffenden und authentischen Drehort“. Außerdem sei man in Peißenberg „sehr willkommen“ gewesen.

Gedreht wurde nicht nur am Tiefstollen, sondern auch am höher gelegenen Sulzer Stollen. Das Equipment der 50-köpfigen Filmcrew wurde auf dem steilen Weg zum „Felsenkeller“ vom gemeindlichen Bauhof transportiert. Dort wurden auch die Schlussszene des Films gedreht und der Lokalpresse ein inhaltliches Schweigegebot auferlegt. Ob sich der ganze Aufwand wirklich gelohnt hat, wird sich erst 2017 zeigen. Dann soll die Komödie im Rahmen des „ARD-FilmMittwoch“ ausgestrahlt werden.

Von Bernhard Jepsen

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