Keine Entscheidung in Sachen Entlastungsvariante

BayernAtlas sorgt für Verwirrung

Ortsferne Ostumfahrung Weilheim im BayernAtlas
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Im BayernAtlas ist die ortsferne Ostumfahrung eingezeichnet. Aber keine der anderen Varianten.
  • Stephanie Novy
    VonStephanie Novy
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Weilheim – Wer einen Blick in das Onlineportal BayernAtlas des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen wirft und die Stadt Weilheim heranzoomt, dürfte sich verwundert den Kopf kratzen. Dort ist rot und fett die ortsferne Ostumfahrung eingezeichnet. Ist da etwa schon eine Entscheidung in Sachen Entlastungsstraße gefallen? Stefan Scheckinger, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, klärt auf.

Bei manchem mag der Anblick der Karte für Schnappatmung sorgen. Doch bevor das passiert: Es gibt eine einfache Erklärung, warum lediglich die ortsferne Ostumfahrung eingezeichnet ist und von den anderen Varianten jede Spur fehlt.

Zunächst einmal: Der BayernAtlas ist eine Internetanwendung zum Betrachten amtlicher Karten und Luftbilder der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Damit werden zum Beispiel auch Straßen angezeigt, die sich noch in der Planung befinden. Wie eben die Entlastungsstraße Weilheim. Nur, dass lediglich die ortsferne Ostumfahrung eingetragen ist. In der Legende an der Seite gibt es die Information: „Bedarfsplanung 2016 – Vordringlicher Bedarf“. Heißt das, die Entscheidung ist schon gefallen?

Die Antwort, die Bauamtsleiter Scheckinger darauf gibt, ist eindeutig: „Nein.“ Es stehe noch nichts fest. Alle Varianten sind noch offen und wurden beziehungsweise werden ausgiebig untersucht. „Wir stecken gerade ganz tief in der Diskussion“, so Scheckinger. Dass überhaupt eine der Entlastungsvarianten im BayernAtlas angezeigt wird, war für ihn eine Überraschung. Dass nur eine Variante eingezeichnet ist und nicht etwa alle, kann der Bauamtsleiter allerdings erklären. Wie bereits erwähnt, ist in der Legende der Karte von der „Bedarfsplanung“ die Rede. Hier kommt der Bundesverkehrswegeplan ins Spiel. Dieser enthält geplante Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenprojekte. Die Länder melden ihre Vorschläge für Baumaßnahmen an den Bund, der bewertet diese wiederum. So wird der Bundesverkehrswegeplan meistens alle zehn bis 15 Jahre fortgeschrieben.

Im Falle der Weilheimer Entlastungsstraße musste der Freistaat Bayern ebenfalls einen Vorschlag einreichen. Etwa 2013 war das, wie sich Scheckinger erinnert. „Aber natürlich kann der Bund nicht fünf oder sechs verschiedene Varianten überprüfen“, gibt er zu bedenken. Deshalb wurde quasi stellvertretend für das gesamte Projekt „Entlastungsstraße Weilheim“ eine der Varianten eingereicht. Warum sich das Land damals für die Ostumfahrung entschieden hat, kann Scheckinger nicht sagen. Fest steht aber: damit wurde sich nicht auf diese Variante festgelegt.

Das letzte Wort in Sachen Entlastungsstraße ist also noch nicht gesprochen. Die Weilheimer werden – nach jetzigem Stand – im Herbst ihre Meinung bei einer Bürgerbefragung äußern dürfen. Welche neue Straße dann in Zukunft im BayernAtlas zu finden sein wird, ist somit noch offen.

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