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Bei den Ateliertagen in Weilheim gab es wieder viel zu sehen

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Von: Bianca Heigl

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Y. Cemal Amac vor einigen seiner Werke.
Y. Cemal Amac zeigt noch bis zum 1. Oktober in der Galerie ZwischenRaum seine Malerei. © Heigl

Weilheim – Über ein gutes Echo konnten sich die Künstler freuen, die am vergangenen Wochenende wieder in ihre Ateliers und Ausstellungsräume eingeladen hatten. Das Kunstforum veranstaltete zum neunten Mal die Ateliertage, bei denen jährlich zahlreiche Künstler in ihren Schaffensraum einladen – schnell zu erkennen an den gelben Regenschirmen vor den Ateliers.

Als feste Institution betrachtet auch Schirmherrin Andrea Jochner-Weiß, Landrätin, die Ateliertage, bei denen „die Kulturinteressierten zur Kunst“ kommen und nicht umgekehrt. Knapp 30 Künstler des Kunstforums beteiligten sich heuer und durften sich über regen Zuspruch freuen. „Es ist eigentlich immer etwas los“, freute sich so auch Susanne Kohler, die mit ihren Arbeiten im Atelier von Reiner Heidorn war. „Man hat Zeit, sich mit den Besuchern über die Arbeiten zu unterhalten, ins Gespräch zu kommen. Das ist das Besondere an den Ateliertagen“, so Kohler. Sie zeigte fotografische Arbeiten in verschiedenen Techniken. Ob Blüten mit genähten Wurzeln oder Architekturfotografien im Bezug zur Natur. Aber auch Bearbeitungen von Fotos ihres Großvaters, der viele Aufnahmen von seinen Handlungsreisen mitbrachte. So konnte man eine Serie vom Suezkanal ebenso sehen wie die Pyramiden und Venedig in ungekannter Leere.

In der Galerie ZwischenRaum zeigten Hans März und Y. Cemal Amac ihre Arbeiten. Letzterer präsentierte sich mit seinen eindrucksvollen Malereien. Schon als Kind hatte ihn das „Kunstvirus“ gepackt, in einem Fernstudium in Zürich perfektionierte er sein Können dann. Beate Oehmann, die zeitgleich (noch bis zum 8. Oktober) auch im Stadtmuseum ausstellt, zeigte im heimischen Atelier großformatige Stickarbeiten. Auf Tüchern sind hier in Handarbeit beeindruckende Textilarbeiten entstanden, darunter Werke der „Home sweet home“-Serie, die in Corona-Zeiten entstand.

Nicht nur in der Kreisstadt konnte man sich auf die Kunst und das Gespräch mit dem Künstler einlassen, auch in den umliegenden Gemeinden waren viele Ateliers geöffnet. Von Malerei und Bildhauerei über Fotografie, Aktstudien, Treibholz- und Tonobjekte, Mosaik, Kunstschmiedearbeiten und Installationen bis hin zu Radierungen, Plastiken und Klangvorführungen reichte das Angebot, das von vielen Interessierten gerne angenommen wurde.

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