ZUK Benediktbeuern: Angebote für benachteiligte Jugendliche 

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Arbeiten in der Natur gehört zu den Angeboten.

Benediktbeuern – Die Corona-Krise trifft finanziell schwachgestellte Familien besonders hart.

So können Kinder und Jugendliche dieser Zielgruppe aus Kostengründen kaum mehr an Bildungs- und Ferienangeboten teilnehmen. Dabei wären diese Angebote gerade für sie besonders wichtig. Denn häusliche Enge, Kontaktverlust zu Gleichaltrigen, Schulprobleme und anderes verlangen nach Begleitung und Austausch, wie es in einer Mitteilung des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) heißt.

Daher bietet das ZUK in Kooperation mit Aktionszentrum und Don-Bosco-Jugendherberge im Kloster Benediktbeuern diesen jungen Menschen verschiedene Ferienprogramme und an weiteren Wochenenden Natur-Erlebnisse, Sport, Spiel und Erholung. Dazu zählen Abenteuer am Berg, an Seen und im Moor. Bei persönlichen Schwierigkeiten in Familie, Freundeskreis, Schule oder Berufsausbildung werden die betreffenden Jugendlichen beraten und begleitet. Defizite im Sozialverhalten können wirksam bearbeitet, Wertschätzung und Achtung vor anderen Menschen und der Natur gelernt und vertieft werden.

Die „Pater Herbert Bihlmayer-Stiftung“ mit ihren Sponsoren unterstützt diese ZUK-Angebote „Draußen stark“ und „Hoffnungsstark“ für benachteiligte Jugendliche. Der Salesianerpater Herbert Bihlmayer war selbst lange Jahre der Vorsitzende des Trägervereins des ZUK, Direktor des Klosters Benediktbeuern und Provinzial des Salesianer Don Boscos. Er gründete auch das „Don Bosco Stiftungszentrum“ mit heute über 200 Stiftungen und ist nach wie vor eng mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur und dem Kloster Benediktbeuern verbunden.

Jugendliche, die die Teilnehmergebühren für Bildungs- und Freizeitveranstaltungen nicht aufbringen können, erhalten über den Hilfsfond eine finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus werden auch Personalkosten bezuschusst, die bei der Beratung und Begleitung junger Menschen anfallen. Insgesamt 25 000 Euro stellt die Stiftung diesen Projekten für 2020 und 2021 bereit.

Bereits in den vergangen Jahren gemachte Erfahrungen im Hilfsprojekt zeigen, dass das Geld gut angelegt ist. Durch die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendhilfe-Einrichtungen, Sozialamt und anderen Einrichtungen erhält das ZUK immer wieder Hinweise auf benachteiligte Jugendliche.

Über Kontaktpersonen laden Mitarbeiter des Zentrums für Umwelt und Kultur diese Jugendlichen dann zu einem Gespräch ein. Die Jugendlichen engagieren sich in der Regel sehr intensiv, vor allem in den praktischen Tätigkeiten draußen in der Natur. An gemeinsamen Wochenenden am Kochelsee oder auf dem Berg können sie ihre persönliche Situation mit den Mitarbeitern reflektieren und Perspektiven entwickeln. Lehrer, Sozialarbeiter und sonstige Bezugspersonen der jungen Menschen geben meist ein positives Feedback.

Von Kreisbote

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