Benefizteam Heilig-Geist-Spital-Kirche dankt für über 74 000 Euro Spenden: "Das haben wir uns nicht träumen lassen"

Die Erwartungen weit übertroffen

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Der innere Zirkel des Benefizteams ist stolz auf das Engagement der Bürger und das Ergebnis. V. li.: Ingo Remesch, dritte Bürgermeisterin Angelika Flock, Wilhelm Handel, Brigitte Holeczek und Dr. Joachim Heberlein.

Weilheim – Noch vor vier Jahren war die im Eigentum der Stadt befindliche Spitalkirche am Bürgerheim nicht allen Weilheimern ein Begriff. Ihr Allgemeinzustand war außen wie innen schlecht. 2014 entschied der neu gewählte Stadtrat, für die Renovierung 1,6 Million Euro freizugeben.

Der Entschädigungsfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Bezirk Oberbayern, Bayerische Landestiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Landkreis förderten das Projekt mit rund 660 000 Euro. Nach der Abstimmung bildete sich eine neunköpfige Gruppe aus Stadträten und Bürgern, die den Bekanntheitsgrad der Kirche mit Veranstaltungen erhöhen und Spenden sammeln wollte. In neun größeren (Gospelabende, Klassik-, Rock-, Volksmusikkonzerte, Lesungen, Versteigerungen) und vielen Einzelaktionen spendeten die Besucher 74 162,13 Euro für die Verschönerung. Verwendet wurde die stattliche Summe auch für die erneute Vergoldung des Dachreiterkreuzes und die Restaurierung von Altarbildern, Leuchtern, Heiligenfiguren und Kreuzweg.

Ein Jahr nach der feierlichen Wiedereröffnung traf sich das „Heilig-Geist“ benannte Benefizteam vor Ort, um einen Schlusspunkt unter die Spendensammlung zu setzen und Rechenschaft abzulegen. „Wir waren ein tolles Team, aber dass wir weit über 70 000 Euro aus der katholischen und evangelischen Gemeinde, von Geschäftsleuten und Einzelpersonen an Spenden erhielten, das haben wir uns nicht träumen lassen. Dafür gibt es heute noch einmal ein ganz großes Dankeschön an alle, die spendeten und sich an den Aktionen beteiligten“, erklärte Sprecher Dr. Joachim Heberlein.

Den persönlichen Dank seiner Mitstreiter erhielt Heberlein gleich im Anschluss, als sie den „Heilig-Geist Capo“ für seinen unermüdlichen Einsatz würdigten. Heberlein hatte Führungen veranstaltet und den dritten Teil der unbekannten, verschollenen „Weilheimer Passion“ in der Stuttgarter Landesbibliothek aufgestöbert. Die Kopie der alten Handschrift wurde von ihm aufbereitet und später von der Gruppe im Rahmen einer Lesung vorgetragen. Wer sich einen Eindruck vom neuen Glanz der Spitalkirche machen möchte, kann dies im Rahmen der vier wöchentlichen Gottesdienste tun.

Von Georg Müller

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