Zugunsten der neuen Kirchenorgel

Benefizverkauf in Weilheim

Aktion neue Kirchenorgel
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Viele Schätze können beim nächsten Benefizverkauf erworben werden. Einige von ihnen werden hier bereits von (v.li.) Jürgen Geiger, Kirchenmusiker, Anne-Marie Rawe, Dr. Ulrich Bracker und Rudolf Sotta, Vorstand der „Freunde der Kirchenmusik Mariä Himmelfahrt Weilheim e.V.“ gezeigt.
  • Mihriban Dincel
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Weilheim – Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt soll eine neue Orgel bekommen. Dieses Vorhaben ist jedoch mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden. Benefizverkäufe sollen das Projekt unterstützen.

Die Orgel befindet sich gerade in der äußeren Gestaltung, so Dr. Ulrich Bracker, Projektbeauftragter. Sie soll kein Nachbau aus dem 17. Jahrhundert sein, sondern dem Stil des 21. Jahrhunderts entsprechen. Der Entwurf soll am 7. November der Gemeinde in der Kirche vorgestellt werden. Fertiggestellt wird die Orgel aber vermutlich erst 2023 oder 2024. Mit rund einer Million Euro wird für das neue Instrument gerechnet. Hinzu kommen noch Kosten für die Demontage der alten Orgel sowie für neue Elektrik und statische Maßnahmen.

Laut Bracker belaufe sich die Summe daher auf circa 1,1 Millionen Euro. Ein stolzer Betrag, doch Bracker ergänzt, dass man bereits 80 Prozent zusammen habe. Ungefähr 200 000 Euro fehlen aber noch.

Hier kam Anne-Marie Rawe auf die zündende Idee: Benefizverkäufe. Viele Bürger hätten sicherlich alte Schätze im Keller oder Speicher, die ein neues Zuhause suchen. Daraufhin wurde eine Anzeige geschaltet und das Sammeln von alten Schmuckstücken begann. Rawe, die Initiatorin der Aktion, erklärt wie positiv diese Idee ankam und das viele Stücke zum Verkauf bei ihr eingegangen seien.

Diese wurden anschließend bei zwei Benefizveranstaltungen angeboten. Hier waren neben Rawe noch 14 weitere Helferinnen beteiligt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei der ersten Aktion kam ein Erlös von 12 615 Euro und bei einer weiteren nochmal 5 407 Euro zusammen.

Auch wurde an drei Freitagen fleißig am Markt verkauft und auf Interessierte direkt zugegangen. Angeboten wurde unter anderem altes wie auch modernes Kunsthandwerk und Porzellan. Das Highlight der nächsten Aktion wird beispielsweise ein Porzellanservice mit Goldumrandung sein.

Neben dem Ziel, Geld für die neue Orgel zu sammeln, ist Rawe auch das Thema Nachhaltigkeit wichtig. Gute und schöne Stücke sollten vor dem Müll bewahrt werden. Dadurch würde auch Neuproduktionen vorgebeugt, die einen Material- und Energieaufwand bedeuten. Zudem habe man viel Lob dafür erhalten, dass wieder eine Kontaktmöglichkeit geboten ist, denn während der Verkäufe kamen auch Gespräche nicht zu kurz.

Der nächste Verkauf steht bereits fest. Am Samstag, 23. Oktober, von 10 bis 16 Uhr gibt es die Möglichkeit, auf dem Marienplatz weitere Schmuckstücke zu erwerben. Bei schlechtem Wetter findet der Verkauf im Pfarrheim Miteinander statt.

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