Neue Servicestelle ist Teil eines Modellprojektes

Probleme mit dem Hören ?

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Einigen Ratsuchenden konnte Sabine Schüß schon weiterhelfen. Ihr Angebot gilt auch für Angehörige.

Weilheim – Wer schlecht oder nur eingeschränkt hört, was um ihn herum geschieht, ist in vielen Situationen benachteiligt oder gar ausgeschlossen. Anfangs wird die Hörbehinderung oft ignoriert: Die Folgen können gravierend sein, im sozialen wie beruflichen Umfeld.

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung, schätzt der Bayerische Landesverband für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter e.V. (BLWG), sind von diesem Problem betroffen: Gehörlose, Schwerhörige und Ertaubte ebenso wie Hörsehbehinderte und Menschen mit Tinnitus. Um ihre Versorgung zu verbessern, wurden anstelle der bisherigen Beratungsstellen neue Informations- und Servicestellen geschaffen. 

Sozialarbeiterin Sabine Schüß hat in Weilheim ihre Arbeit aufgenommen und ist für die Region 17 Oberland zuständig, zu der neben Weilheim-Schongau noch die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach gehören. Schüß ist die richtige Ansprechpartnerin, wenn es um Auskünfte über finanzielle und technische Hilfen oder praktische Ratschläge zum Organisieren des Alltags geht. Sie hat Tipps für ein verständlicheres Kommunizieren parat, vermittelt Gebärdendolmetscher, informiert über Reha-Einrichtungen, unterstützt die Ratsuchenden beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Behördengängen.

Die BLWG-Servicestellen verstehen sich als professionelle Dienstleister und sind Teil eines dreijährigen Modellprojektes in Oberbayern, das vom Bezirk und dem Bayerischen Familienministerium finanziell gefördert wird. Die MitarbeiterInnen beherrschen die Gebärdensprache und weitere Kommunikationsformen für Hörbehinderte. Die Beratungsgespräche werden vertraulich geführt und sind für die Bürger kostenlos. 

Sabine Schüß bietet jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat in der neu eingerichteten Beratungsstelle in Weilheim, Waisenhausstraße 1, jeweils von 15 bis 18 Uhr Sprechzeiten an, die weiter ausgebaut werden sollen. Nächster Sprechtag ist am 11. September. In den anderen drei Landkreisen werden noch Räum- lichkeiten gesucht, um Hörbehinderte ortsnäher beraten zu können. Terminvereinbarung: Tel. 0881/92700549, Fax: 0881/92790671, E-Mail: iss-wm@blwg.de. Infos auch unter www.blwg.de.

Von Maria Hofstetter

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