Bergbau und Barbara-Kult – Knappenverein gibt Dokumentationsheft heraus

„Bergmännische Sakralkultur und Pflege bergmännischen Brauchtums um den Hohen Peißenberg“. So lautet der Titel eines Dokumentationsheftes, das der Peißenberger Knappenverein vor Kurzem herausgegeben hat.

Auf knapp 60 Seiten erhält der Leser einen umfassenden Überblick über die Entstehung des Barbara-Kults und den Einfluss des christlichen Glaubens auf den früheren Bergmannsalltag. Zudem wird eine bildliche Auflistung der Heiligen-Figuren präsentiert, die zu Ehren der Schutzpatronin in den örtlichen Kirchen und Kapellen aufgestellt sind. Sinn und Zweck des vom Weltbildverlag und den Gemeinden Peißenberg sowie Hohenpeißenberg gesponserten Heftes ist es, die Sitten und Bräuche der Bergmänner nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Wenn wir alten Bergleute nicht mehr da sind, dann wird sich vermutlich keiner mehr um die Bergbautradition kümmern“, befürchtet Knappenvereinsvorsitzender Franz Fischer. Zusammengestellt wurde die in 800-facher Auflage erschienene Dokumentation von Konrad Fünfgelder, Georg Suttner und Rudi Hochenauer. Als Informationsquelle nutzten die Autoren neben Literatur- und Originalschriften vor allem die Erzählungen ehemaliger Bergleute. „Das waren extrem harte Arbeitsbedingungen. Da brauchte man schon einen permanenten Glauben und Gottvertrau– en, um das zu überstehen“, erklärt Hochenauer den Grund für die ausgeprägte Frömmigkeit der damaligen Knappen. Wer Näheres über die bergmännische Sakralkultur wissen will, kann das Dokumentationsheft für drei Euro im Bergbaumuseum oder über den Knappenverein erwerben.

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