Ohne Gründungsmitglieder gäbe es kein Museum

Mitgliederehrung Bergbaumuseumsfreunde Peißenberg

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Die Gründungsmitglieder Franz Fischer (vorne) und Karl Kleber (stehend roter Pullover) wurden von Manuela Vanni, Alex Ehle (stehend 2.v.re.) und dessen Stellvertreter Alfred Schmidhammer (re.) geehrt.

Peißenberg – Im Jahr 1988 wurde im ehemaligen Zechenhaus am Tiefstollen das Peißenberger Bergbaumuseum eröffnet.

Doch der Grundstein für die Einrichtung wurde bereits zehn Jahre zuvor gelegt – als sich am 25. November 1978 der Verein der Bergbaumuseumsfreunde gegründet hatte.

Von den 39 Gründungsmitgliedern, zumeist ehemalige Bergleute, sind noch ein knappes Dutzend am Leben. Zu Ehren der Museumsinitiatoren lud der Bergbaumuseumsverein kürzlich zu einem Mittagessen ins Gasthaus „Sonne“ ein.

Mit Franz Fischer und Karl Kleber waren zwar nur zwei Gründungsmitglieder anwesend, großes Lob vom Vereinsvorsitzenden Alex Ehle gab es aber trotzdem: „Ich möchte mich bei euch mit einem guten Tropfen recht herzlich bedanken, weil ohne euch würde es das Museum gar nicht geben“, wandte sich Ehle an Fischer und Kleber.

Warme Worte hatte auch Bürgermeisterin Manuela Vanni für die Gründungsmitglieder parat: Es sei eine „wahnsinnige Leistung“ gewesen, das ehemalige Zechenhaus in ein Museum umzubauen. Das Engagement der ehemaligen Bergleute – der Kohleabbau in Peißenberg wurde 1971 eingestellt – sei „absolut lobenswert“ gewesen: „Sie wollten die Historie unbedingt erhalten und weitergeben“, so Vanni. Die Rathauschefin ging auch auf die Zukunft des Museums ein. Erst kürzlich wurde im Marktrat eine Konzeptstudie für eine moderne Ausrichtung präsentiert (wir berichteten).

Doch das von der Grafenauer Agentur „Atelier & Friends“ erstellte Gutachten wird wohl unter anderem aus Kostengründen nur ein Ideenpool sein, aus dem einzelne Vorschläge realisiert werden. „Total umkrempeln sollte man das Museum ohnehin nicht“, meinte Vanni. Der alte Charme ginge ansonsten verloren: „Und ein ganz neu gemachtes Museum würde wohl auch nicht mehr Besucher bringen.“ Demnächst werde man Angebote für einen behindertengerechten Ausbau einholen. Auch wolle man die Erzählungen der noch lebenden Zeitzeugen audiotechnisch aufnehmen. „Ich hoffe, dass wir auch in 50 Jahren noch einen Museumsverein haben“, so Vanni.

Von Bernhard Jepsen

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