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Bergwaldbrand im Ammergebirge: Feuerwehr löscht, Bergwacht sichert

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Abwurf Löschwasser bei Bergwaldbrand
Abwurf des Löschwassers in die Steilwand, wo sich die Glutnester befinden. © Privat

Region - Am Donnerstag ist ein Feuer in der Bleckenau im Ammergebirge ausgebrochen. Da sich der Brand im unwegsamen und absturzgefährdeten Gelände befand, kamen neben der lokalen Feuerwehr auch die Bergwacht, Drohnen und Hubschrauber zum Einsatz.

Die Bergwacht Murnau teilte mit, dass am Donnerstag, 21. Juli, im Bereich des Zunderkopfs in der Bleckenau Rauchentwicklung im Gipfelbereich festgestellt wurde. Insgesamt brannte der Boden auf einer Fläche von circa 150 m2. Was die Situation heikel machte: durch Wind und Trockenheit – der Einsatzort grenzt an einen Bergwald- drohte der Brand auf eine größere Fläche überzugreifen.

Aufgrund dieser Erkenntnis wurde die Bergwacht Füssen, die Bergwacht Murnau mit dem Einsatzanhänger Natur- und Umweltschutz, zwei Fachberater Vegetationsbrand und das Technikteam Immenstadt mit der Drohne der Bergwacht Bayern alarmiert. Die Bereitschaft Murnau hat dazu spezielles, hitzebeständiges Material zur Sicherung  der Feuerwehr.

Bis gegen 21 Uhr löschten zweier Teams aus Bergwacht und Feuerwehr gemeinsam den Brand. Hierzu wurde mit spezieller Ausrüstung für Brandeinsätze im unwegsamen Gelände, die unter anderem die Bergwacht Murnau vorhält, gearbeitet, um Rettungskräfte vor Absturz und Verletzung zu sichern „Die Feuerwehr löscht, die Bergwacht sichert“ ist dabei das Motto

Da sich der Brand im unwegsamen Gelände befindet, wurde neben der Bergwacht auch ein Polizeihubschrauber angefordert. Diese füllten ihre Löschbehälter unter Führung der Feuerwehr-Flughelfer in umliegenden Gewässern mit Wasser auf, um es anschließend über dem Feuer abzuwerfen. Außerdem wurden Bergwachtler mir Feuerwehrmännern in die Bleckenau gebracht und mittels Seilwinde an den Einsatzort abgelassen.

Detaillierte Wärmebildaufnahmen durch die Bergwachtdrohne zeigten am Ende des Tages auf, dass die großflächigen Glutnester nicht eingedämmt werden konnten. Die Löscharbeiten mussten am nächsten Tag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Neben dem Polizeihubschrauber wurde eine Transportmaschine eines privaten Betreibers eingesetzt.

Mit vereintem Können und professioneller Zusammenarbeit zwischen allen Disziplinen wurde die schwierige Lage am nächsten Tag unter Kontrolle gebracht. Der Einsatz konnte am Nachmittag beendet werden. Das Feuer hat wohl ein Blitzschlag im Zuge des Unwetters am Mittwochabend ausgelöst

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Von Kreisbote

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