Der ganze Ort als Galerie

Bernrieder Kunstspaziergang

Bernrieder Kunstspaziergang
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Stolz auf die Open-Air-Galerie quer durch den Ort begleitete Bürgermeister Dr. Georg Malterer Julia Compagnon (links) und Ingrid Klemm-Beyer (rechts) auf dem ersten Bernrieder Kunstspaziergang. Start war am Bahnhof vor Jutta Kindervaters Bild „New“.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Bernried – Corona-Not macht erfinderisch. Damit die seit 45 Jahren etablierte Bernrieder Kunstausstellung nicht wieder der Pandemie zum Opfer fällt und nur digital stattfinden kann, hat man heuer rechtzeitig umdisponiert. Die Initiatoren Julia Compagnon und Ingrid Klemm-Beyer sowie die veranstaltende Gemeinde verlegten die Ausstellung einfach in den Außenraum vom Bahnhof über den historischen Ortskern bis hin zum Buchheim Museum der Phantasie.

Statt im Sommerkeller, im Torbogengebäude des Klosters oder im Salettl des Landgasthofs Drei Rosen werden die Werke der Künstler einfach „Open Air“ präsentiert. Trotz Regen marschierten beim ersten „Bernrieder Kunstspaziergang“ viele Teilnehmende mit, allen voran Bürgermeister Dr. Georg Malterer. Ausgehend von Jutta Kindervaters Großbild „New“ am Bahnhof führte der Weg zum alten Ortskern am See, gesäumt von auf riesigen Bannern gedruckten Kunstwerken, Skulpturen und Installationen.

Die Werke von 31 regionalen Künstlern begleiten die Spaziergänger an Haus- und Scheunenwänden und neben denkmalgeschützten Gebäuden vorbei bis zum Klosterhof. Hier laden weitere Kunstwerke zum Verweilen ein. Nach der Auszeit führt der Weg über die Nussallee weiter am See entlang bis zum Buchheim Museum. Hier werden einige Originale und weitere Werke der teilnehmenden Künstler ausgestellt. Initiatorin Compagnon dazu: „Der Kunstspaziergang öffnet für Groß und Klein die Sinne für die Kunst, die Kulturdenkmäler und die Natur in einmaliger Weise. Zu der Möglichkeit, neue kulturelle Eindrücke in dieser Verbindung zu erleben, laden wir alle Bernrieder, Besucher und Feriengäste herzlich ein.“ Im Rahmen der 900-Jahrfeier Bernrieds ist die Kunstinstallation im öffentlichen Raum bis Ende September zu bestaunen.

Schon immer hat Bernried mit seinem ländlichen Ortsbild und der exponierten Lage am Starnberger See Künstler zu kreativem Schaffen angeregt. Mitte des 19. Jahrhunderts fand Moritz von Schwind hier viele Motive. Im Sommer 1871 formierte sich in Bernried der berühmte „Leibl-Kreis“ mit Wilhelm Leibl, Wilhelm Trübner oder Carl Schuch.

Teilnehmende Künstler*innen: Monika Grashäuser, Jutta Kindervater, Babette Rafael Romani, Luise März, Corinna Weiss, Stefanie Aufmuth, Doris König, Fancher Brinkmann, Iris Schicher, Kerstin Stelter, Eva Hidalgo, Gerd Eisenblätter, Susanne Meyer, Daniela Satzinger, Christine Philipp, Katrin Bach, Birgit Gössinger, Manfred Hinkel, Ingrid Klemm-Beyer, Britta Göckeritz, Rita Wissing, Annemarie Hahne, Jessica Bäurle, Gloria Hinkel, Doris Heidenberger, Julia Compagnon, Leonhard Schlögel, Oskar Imhof, Zsolt Zrinyi, Jutta Körner.

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