Berufsschule Weilheim: 15 AnlagenmechanikerInnen fliegen zur Prüfungsvorbereitung nach Griechenland

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Den Teilnehmern wurden die Europa-Urkunden im Beisein von SHK-Innungsobermeister Josef Pfister (dritte Reihe, li. außen), Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Roland Streim (2. Reihe li.), Lehrkraft Yasmin Gietl (2. Reihe, zweite v.li.) und Schulleiter und Organisator des Projekts, Robert Stolzenberg (1. Reihe, zweiter v.re.), verliehen.

Weilheim/ Kavala – In der heutigen Zeit ist die Konkurrenz in einigen Branchen groß, was es Absolventen, Berufseinsteigern und Jobsuchenden erschwert, sich von anderen abzuheben. Eine beliebte Methode, um im Lebenslauf zu punkten und Personalchefs zu überzeugen, sind im Ausland gewonnene Erfahrungen.

Das Sammeln internationaler Erfahrungen im beruflichen Bereich als auch im Alltagsleben ist das Ziel des Projekts „Handwerker EUxperience“ der Berufsschule Weilheim, das aufgelegt wurde, um angehenden Handwerkern die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts zu bieten. Hier besteht auch nach Meinung des SHK-Innungsobermeisters Josef Pfister die große Chance dieses Projekts, denn nach Ende der Ausbildung sei das Sammeln von internationalen Erfahrungen im Handwerk weitestgehend unmöglich. Zudem seien die Anforderungen an die Prüflinge, seit die Berufe des Sanitärinstallateurs und des Heizungsbauers zum Anlagenmechaniker zusammengefasst wurden, im Hinblick auf die große fachliche Breite gestiegen. Deshalb erfolgte für eine Anlagenmechanikerin und 14 Anlagenmechaniker die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung auf ungewöhnliche Weise an der nordostgriechischen Partnerschule Kavala.

Organisiert wurde der zweiwöchige Aufenthalt von Lehrkräften der Berufsschule, welche die Schüler nach Griechenland begleiteten. Dort mussten die angehenden Installateure laut einer Pressemitteilung der Schule ein straffes Programm absolvieren: Neben der Wiederholung prüfungsrelevanter Inhalte lernten die Schüler regionale Besonderheiten ihres Berufsbildes kennen. Dies betraf alle Bereiche des Berufs und reichte von der Wasserversorgung über die Heizungs- bis zur Klimatechnik. Es konnten schnell Unterschiede, aber auch sehr viele Gemeinsamkeiten gefunden werden. Neben der in Ausflügen und Führungen näher gebrachten Geschichte erlebten die Schüler das aktuelle Griechenland mit griechischen SchülerInnen. Dazu dienten gemeinsame Unterrichtseinheiten und Aktivitäten, wie Koch-Workshop oder deutsch-griechisches Sprachprojekt, dessen Ergebnisse zur Erinnerung mittels Siebdruck auf T-Shirts übertragen wurden.

Wieder zurück in Deutschland erhielten die Teilnehmer die Europa-Urkunden, welche die im Ausland erzielten Erfolge dokumentieren. Überreicht wurden die Urkunden vom Innungsobermeister Josef Pfister und dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Roland Streim. Schulleiter und Organisator des Projekts, Robert Stolzenberg, betonte bei der Urkundenübergabe, dass sich die Schüler stets selbst organisieren mussten. Außerdem verriet er, dass es für einen Teilnehmer der erste Flug gewesen sei. Außerdem freue er sich darüber, dass im kommenden Jahr abermals circa 14 Anlagenmechaniker an dem Projekt der Berufsschule Weilheim teilnehmen können. Des Weiteren sollen auch die Zimmerer und Kfz-Mechatroniker 2020 einen Auslandsaufenthalt in Finnland absolvieren.

Von Laura Balser

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