Berufswettbewerb der Landjugend 2011 endet mit großer ÜberraschungFrauen hängen Männer ab –

Wie war das noch gleich? Die Landwirtschaftlehrlinge bei Fehlersuche und Zusammenbau eines Anhängersteckers. Geschafft. Regina Müller aus Wielenbach präsentiert ihre Prüfungsaufgabe.

Seit über 25 Jahren misst die Landjugend im Berufswettbewerb auf freiwilliger Basis ihr Können. Heuer nahmen 16 Hauswirtschafterinnen und 39 Landwirte aus fünf Landkreisen teil. Bei den Landwirten endete er mit einer faustdicken Überraschung: Zwei junge Frauen belegten in der früheren Männerdomäne die Plätze eins und zwei.

Für die Wettbewerbsteilnehmer war der vergangene Mittwoch kein Tag wie jeder andere. Der Tag begann um 8 Uhr morgens mit einer schriftlichen Prüfung, für die Hauswirtschafterinnen in der Landwirtschaftsschule, für die Landwirte in den Räumen der Berufsschule. Gegen 10 Uhr folgte dann der praktische Teil. In den Prüfungsräumen war die Anspannung fast greifbar, nur unterbrochen vom Surren der Küchenmaschinen oder dem Klappern von Werkzeugen bei den Landwirten. Kurzvorträge und Präsentationen markierten das jeweilige Wettbewerbsende. Danach hieß es warten auf die Ergebnisse. Und die waren in beiden Berufen bemerkenswert. Bei den Landwirten gab es mit zwei weiblichen Besten sogar eine kleine Sensation. „Das ist ein hochinteressantes Ergebnis und macht mich stolz“, staunte BBV-Kreisobmann Wolfgang Scholz bei der Siegerehrung. Ganz allgemein würdigte Scholz das gegenüber dem Ergebnis von vor zwei Jahren gestiegene Notenniveau der Landwirtschaftslehrlinge: „Sie sind sehr gut in Fachthemen, aber auch im erstmals abgefragten Allgemeinwissen.“ Spitzenergebnisse gab es auch im Wettbewerb der Hauswirtschafterinnen, die ihre „praktischen Aufgaben“ in Form von appetitlichen Partysnacks sogar mit Genuss gemeinsam verzehren durften. Heinz-Günther Hetterich lobte in Vertretung des Landrats das Engagement beider Gruppen. „Wettbewerb, der Begriff kommt eigentlich aus dem Sport, aber er passt auch auf die Landwirtschaft. Soviel Wissen wie möglich zu erwerben und es zu demonstrieren, dazu gehört Mut. Meinen Respekt dafür. Machen Sie weiter so“, lobte er. Der im Zweijahresrhythmus ausgetragene Wettbewerb der Lehrlinge des zweiten und dritten Berufsjahres steht unter dem Motto: „Grüne Berufe sind voller Leben – Wir lassen’s wachsen“ und wird von den Teilnehmern als eine Art Leistungsvergleich, Prüfungsvorbereitung und Eigendiagnose gesehen, beschreiben Prüfer und Teilnehmer. Die jeweils zwei Besten des Kreisentscheids sind für den Bezirksvergleich in Landsberg am Lech am 15. März eingeladen. Bei den Hauswirtschafterinnen qualifizierten sich Selina Pust (Peiting), Anna Häringer (Schwabsoien) und Maria-Theresia Sappl (Antdorf, letztere mit Punktgleichheit), bei den Landwirten Theresa Singer (Hofheim) und Regina Müller (Wielenbach).

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