Belegschaften in den Betrieben wählen bis zum 31. Mai ihre Interessensvertreter

Miteinander reden ist entscheidend

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V. li. Betriebsseelsorger Andreas Kohl, Wacky Hain (Zarges), Andreas Neugebauer (Xylem) und Sylke Martin (KAB-Vorsitzende Weilheim) beim Pressegespräch.

Weilheim/Landkreis – In der Region Weilheim-Schongau beteiligen sich vom 1. März bis zum 31. Mai wieder viele Belegschaften an den Betriebsratswahlen. Gewählt wird alle vier Jahre.

„Wer Tag für Tag in einem Betrieb arbeitet, seine Arbeitskraft und seine Fähigkeiten einbringt, will nicht nur stummer Befehlsempfänger sein. Der möchte auch, dass seine Interessen und Bedürfnisse respektiert und mitberücksichtigt werden“, betonte Betriebsseelsorger Andreas Kohl in einem Pressegespräch, zu dem die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Weilheim und die Katholische Betriebsseelsorge eingeladen hatten. Um das zu gewährleisten, so Kohl, seien Betriebsräte unverzichtbar.

Wacky Hain ist seit 30 Jahren Betriebsrat bei Zarges in Weilheim. Der aluminiumverarbeitende Betrieb hat 380 Beschäftigte. Hain ist stolz darauf, dass es den Arbeitnehmervertretern bislang gelungen sei, die 35-Stunden-Woche im Betrieb einzuhalten. Das Thema „Vereinbarkeit von Leben und Beruf“ ist Hain, der bei Zarges in jungen Jahren Feinblechner gelernt hat, ein Anliegen: „Wir haben uns als Betriebsrat dafür eingesetzt, dass die Kollegen früher Bescheid bekommen, wie sie in der Woche drauf zur Arbeit eingeteilt sind.“ Mit am Wichtigsten sei für ihn, dass im Betrieb miteinander geredet wird: „Wenn ein Problem auftaucht, muss als erstes ein Gespräch her. Dass es dabei respektvoll zugeht, darauf schau ich ganz besonders.“

Wie wichtig eine gute Kommunikation für die Betriebsratsarbeit ist, weiß auch Andreas Neugebauer. Seit 16 Jahren gehört er dem Betriebsrat von Xylem (früher WTW) in Weilheim an. Am Standort Weilheim sind circa 350 Mitarbeiter in der Herstellung von Messgeräten für die Wasseranalytik beschäftigt. „Wichtig ist mir, immer lösungsorientiert zu sein. Es kommt immer darauf an, Aufgaben so zu lösen, dass es zukünftig bei uns am Standort besser läuft.“ Für Neugebauer beinhaltet die Betriebsratsarbeit wesentlich mehr Verantwortung als nach außen hin sichtbar wird. Die Arbeit sei „extrem spannend und abwechslungsreich“. Auch könne man als Teil eines Betriebsratsgremiums viel lernen. Neugebauer freut es, „wenn ich einzelnen Kolleginnen und Kollegen bei Problemen helfen kann“.

Die Betriebsräte und KAB-Vertreter appellieren an alle Beschäftigten, wählen zu gehen: Eine hohe Wahlbeteiligung stärke der eigenen Interessensvertretung den Rücken, argumentieren sie.

Von Kreisbote

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