Kriminelle geben sich als PC-Fachmänner aus

Bei Anruf Betrug

Weilheim – Die Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen, die angeblich von Mitarbeitern der Firma Microsoft stammen. Bei der Polizeiinspektion Weilheim gingen bereits mehrere Mitteilungen ein, wonach Privatleute einen Anruf von Personen bekamen, welche sich als Mitarbeiter der Computerfirma ausgaben.

Sie gaben an, der PC der Betroffenen sei virenverseucht und baten eine entsprechende Virenschutzsoftware zum Kauf an. Damit diese sofort frei geschalten werden könne, sei allerdings Kreditkartennummer nötig. In einem bislang bekannten Fall ging ein Angerufener den Betrügern auf den Leim. Dabei rief ein angeblicher Techniker namens James W. an, unterhielt sich auf Englisch mit dem Opfer und verschaffte sich virtuellen Zugang zum Computer. 

Anschließend ließ der falsche Microsoft-Techniker angeblich ein Virenschutzprogramm über die Dateien des Angerufenen scannen und bot es ihm für 85 Euro zum Kauf an. Hierzu gab der Angerufene nun seine Kreditkartennummer in ein Feld auf seinem PC-Bildschirm ein. Vermutlich, um Zeit für die nun beabsichtigte missbräuchliche Verwendung der Kreditkartendaten zu gewinnen, gab der Betrüger vor, dass mit der Nummer „irgendetwas nicht o.k.“ sei und schlug nun vor, das Virenschutzprogramm via Geldtransfer per Western Union an einen Microsoft-Mitarbeiter in Nepal zu bezahlen – jetzt bereits 110 Euro. Auch dieser Aufforderung kam der Geschädigte nach. Später stellte sich heraus, dass mit der Kreditkartennummer bereits viele Abbuchungen in beträchtlicher Höhe getätigt wurden. 

Die Polizei warnt: Der Weltkonzern Microsoft ruft nicht bei Privatpersonen zu Hause an. Lassen Sie sich nicht auf ein solches Telefonat ein. Geben Sie keinesfalls persönliche Daten heraus oder transferieren Sie gar Geld via Western Union an unbekannte Personen.

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