Stofftasche als Alternative für den Einkaufstransport – Erster "Beutelbaum" aufgestellt

Plastik kommt mir nicht in die Tüte !

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Der „Beutelbaum“, ein Beitrag zur Plastikvermeidung: Jutta Liebmann (li.) und Stefan Frenzl (vierter v. li.) Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus; Anneliese Back (zweite v. li.), Agenda 21 Arbeitskreis „Eine Welt“; Jochen Knittel, Stadtrat; Kerstin Meißner und Susanne Haarländer vom Weltladen in Weilheim.

Weilheim – Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung verbraucht jeder Deutsche rund 115 Plastiktüten im Jahr. Fast jede zehnte Tüte landet in der Umwelt vor allem in Flüssen, Seen und Meeren. Um dem enormen Plastikverbrauch entgegenzuwirken wurden schon allerlei Maßnahmen eingeleitet. So werden in vielen Geschäften Plastiktüten nicht mehr kostenlos angeboten. Eine umweltfreundliche und zugleich nachhaltige Alternative gibt es nun in Weilheim: einen „Beutelbaum“.

„Nehmen und wieder bringen“ lautet das Motto für den vor dem Weltladen in der Admiral-Hipper-Straße aufgestellten achtarmigen, hölzernen „Beutelbaum“. An ihm hängen Tragebeutel aus Stoff zum kostenlosen Mitnehmen, falls die eigene Tasche für den Einkauf vergessen wurde oder nicht ausreicht. Bei nächster Gelegenheit sollte der Beutel wieder zurückgehängt und somit anderen BürgerInnen zur Verfügung gestellt werden.

„Der Baum ist Marke Eigenbau“, erklärte Stadtrat Jochen Knittel bei der Präsentation. In einer Dokumentation habe er gesehen, dass es etwas in dieser Art schon gibt und gut angenommen wird. „Es ist eine gemeinschaftliche Initiative“, sagte Jutta Liebmann vom Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus. Mit Knittels Idee, der Agenda 21, welche die fair produzierten Tragebeutel zur Verfügung stellte und dem Weltladen Weilheim, der sich um den Beutelbaum „kümmert“, soll ein kleiner Beitrag zur Plastikvermeidung geleistet werden. Zudem solle dies eine Aktion „von Bürgern für Bürger“ sein. „Das kommt gerade richtig zur Weihnachtszeit und ist eine Serviceleistung für die Kunden in Weilheim“, freute sich Liebmann.

Aber was passiert, wenn es regnet oder schneit? Dann sorgt das Weltladen-Team, das den „Baum“ wochentags von 9.30 bis 18.30 Uhr bereitstellt, dafür, dass die Stoffbeutel rechtzeitig ins Trockene kommen. Sollte die Aktion Anklang finden und die Beutel fleißig genutzt werden, will Knittel persönlich für ihre Sauberkeit sorgen, wie er bei der Präsentation in Aussicht stellte. Als Ziel gab er an, an drei weiteren Plätzen in der Innenstadt „Beutelbäume“ aufzustellen.

Ein kleiner Beitrag zur Plastikvermeidung ist diese Idee in jedem Fall.

Von Maria Lindner

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