Ein bewegter Beach-Sommer

Während im Juni und Juli im norwegischen Stavanger das deutsche Männer-Team Jonas Reckermann–Julius Brink Geschichte schrieb und als erstes europäisches Beach-Duo überhaupt den Weltmeistertitel im Beachvolleyball holte, wurde auch in Penzing auf der Beachanlage von Ende Mai bis Anfang September um Ranglistenpunkte gekämpft. Insgesamt 19 Verbandsturniere des Bayerischen Volleyball Verbandes richteten die Volleyballer des FC Penzing auf ihren beiden Courts aus und begrüßten fast 190 Teams.

Die Spieler, egal ob als Turniersieger oder sportlich weniger Erfolgreiche, waren durchwegs begeistert vom Penzinger Beachambiente. Wenn die Beachvolleyballer sich in den Spielpausen auf der Strandfläche aus weißem „Karibiksand“, die die Spielfelder verbindet, ausruhen und sich mit einem Sprung in den Pool abkühlen, fühlt sich mancher in den Urlaub versetzt. Martin Lüth aus Niederviehbach, der sich mit Daniel Müller im letzten Herrenturnier der Penzinger Beachserie 2009 ein packendes Finale gegen das Landshuter Duo Goderbauer– Stolzenberg lieferte, lobte in einem Schreiben an Abteilungsleiter Jürgen Malter die Penzinger Anlage. Für möglichst viele Beacher sollte es eine Veranstaltung geben: Das Turnierspektrum reichte von Jugendkreismeisterschaften, Herren- und Frauenturnieren bis hin zum Mixedturnier, bei dem es wiederum unterschiedliche Leistungsklassen gab. So lockte man ambitionierte Freizeitvolleyballer, wie auch Bundesligaspieler aus ganz Bayern. Vereinzelt fanden auch Spieler aus anderen Bundesländern den Weg in die oberbayerische Gemeinde und sogar Kalifornien war dieses Saison vertreten. Unter den D, C und B-Turnieren, war sicherlich letzteres ein sportliches Highlight, ebenso wie das reine Freizeit-Quattro-Turnier, dem Strandmeister des Landsberger Kreisjugendringes, bei dem die Penzinger bereits zum dritten Mal in die Gastgeberrolle schlüpften und sich über 70 Hobbybeacher, verteilt auf 18 Teams auf ihrer Anlage einfanden. Daneben wurde auch ein „Teachers-Beach“, ein Turnier für Lehrkräfte, sowie das „teach-on-beach“ für Schüler während der Projekttage des Ignanz-Kögler-Gymnasiums organisiert. Denn die Zusammenarbeit mit den Schulen ist für Jürgen Malter sehr wichtig innerhalb der Nachwuchsarbeit. So verbrachte auch die Sportarbeitsgemeinschaft Volleyball – eine Kooperation von IKG und FCP, bekannt unter Sport nach 1, einem Konzept der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport – einen Teil des Unterrichtes mit Beachvolleyball auf der Penzinger Anlage. Ebenso wichtig wird auch das Miteinander mit der Bundeswehr gesehen. Gerade die Nutzung der Sporthalle des Fliegerhorstes ist für den Sportverein eine Möglichkeit, das Training und den Spielbetrieb während des ganzen Jahres aufrechtzuerhalten und ist kaum weg zu denken. So ist es im Gegenzug für Malter selbstverständlich, die Beachanlage den vor Ort stationierten Soldaten für ihre Standortmeisterschaften zur Verfügung zu stellen. „Es ist schön zu sehen, dass sich etwas bewegt und die Volleyballabteilung lebt, gerade auch im Sommer auf Sand, auch wenn die Turnierwochenenden einiges an Zeitaufwand bedürfen“, ergänzt der Abteilungsleiter. Die Auslastung beträgt zwar noch keine 100 Prozent, aber das wird sicher noch kommen, denn die Mundpropaganda unter den bayerischen Spieler vom Palmbeach Penzing mit seinem besonderen Flair ist am Laufen.

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