"Bierdimpfl" in Hochform – Starkbieranstich: Fulminanter Auftritt von Kabarettist Wolfgang Krebs

Die beiden „Bierdimpfl“ Alexander Dobrindt und Petra Maier mit Wolfgang Krebs und Post-Wirt Hans Spirkl. Foto: Jepsen

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BERNHARD JEPSEN; Peißenberg – Süffigen Salvator, jede Menge deftiger Sprüche und einen fulminanten Auftritt von Kabarettist Wolfgang Krebs: All das bekamen die Besucher beim traditionellen Starkbieranstich der Peißenberger CSU geboten. Gerade einmal einen Schlag benötigte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, bis es im vollbesetzten Saal des Gasthauses „Zur Post“ „O’zapft is“ hieß. Und auch sonst erwies sich der scheidende Gemeinderat als wahrer Starkbierprofi. Zusammen mit seiner Bühnenpartnerin Petra Maier zog Dobrindt als „Bierdimpfl“ genüsslich über die Querelen bei der lokalen Politkonkurrenz her. So werde die Jahreshauptversammlung der SPD als „Mafiasitzung“ in die Geschichte Peißenbergs eingehen. „Das war da, wo der Halbritter gesagt: Manuela, du hast dich gegen die Familia entschieden“, spöttelte „Bier-dimpfl“ Dobrindt in rauem italienischen Slang über die Genossen und „ihre“ – nun parteifreie – Bürgermeisterin Manuela Vanni. „Aber der Oberpatrone der SPD, der Führler, hat gesagt, wir brauchen einen Schlichter“, ergänzte „Bierdimpfl“ Maier, „Aber wen nehmen wir da?, fragte sie, „der Berlusconi macht Bunga-Bunga und der Geißler ist in Stuttgart“. Die „Ratschkathl’n“ Heidi Ehle und Hedi Resch zeigten indes Mitleid mit der Rathauschefin: „Z’erst hams ihra Honig um’s Maul g’schmiert, dass für eahne zur Wahl o’tritt. Und Jetzt hackens auf ihra ‘rum und sie soll an allem Schuld sei“. Höhepunkt waren die grandiosen Parodien von Wolfgang Krebs. Als „Horst Seehofer“ hielt er in bester Aschermittwochs-Manier eine Brandrede, „gegen die das Alte Testament ein Liebesroman ist“. Auch „Beckstein“ und den unvermeidlichen „Stoiber“ brachte das aus der BR-Fernsehsendung „Quer“ bekannte Multitalent zum Einsatz. Krebs, der in Herrsching aufgewachsen ist und nun mit seiner Familie in Kaufbeuren lebt, gefiel sein Auftritt in der Nähe der alten Heimat: „Beim Nockherberg muss ich das sagen, was man mir aufschreibt. Bei der CSU darf ich hingegen das sagen, was ich will“. Krebs muss es wissen, er ist nach eigenem Bekunden selbst ein „freches CSU-Mitglied“.

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