Biergartenempfang mit Bundesminister Alexander Dobrindt

Maut, Breitband und Straßenbau

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Beim Biergartenempfang der CSU auf dem Weilheimer Hausberg gab es Gelegenheit, mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (stehend) ins Gespräch zu kommen.

Weilheim – Informationen zur geplanten Maut, zur Breitbandversorgung und zu geforderten Umgehungsstra- ßen waren kürzlich bei einem Empfang der CSU im Biergarten der Waldwirtschaft am Gögerl gefragte Themen.

Die Spitzenvertreter des Kreisverbandes, Verkehrsminister MdB Alexander Dobrindt, MdL Harald Kühn und Landrätin Andrea Jochner-Weiß, standen den Besuchern Rede und Antwort. Die leichte Verspätung des Ministers nutzten die rund 100 Gäste, unter ihnen Unternehmer, Kommunalpolitiker und Parteifreunde, um sich auf den Abend einzustimmen. Mit konkreten Fragen war Dietmar Ahl, Geschäftsführer der Günter Bechtold GmbH, gekommen. „Warum macht der Verkehrsminister die Maut so kompliziert?“ Und wann bekommen wir in Weilheim ein schnelleres Internet?“, wollte er wissen.

Mit Fragen zur Ortsumgehung im Gepäck war auch der Oberhausener Bürgermeister Thomas Feistl angereist. „Wir möchten andere Lösungen als die von der Nachbargemeinde Huglfing vorgeschlagene diskutieren. Wir haben dazu eigene Vorstellungen“, ließ er den Verkehrsminister wissen. „Der Biergarten ist kein Ort für lange Reden“, stellte der Minister fest. Wie gerecht die kontrovers diskutierte Maut sei, begründete Dobrindt am Beispiel seiner Reise an den Gardasee. „Ich will niemanden diskriminieren, aber wir mussten für Österreich das Pickerl kaufen und in Italien an den Mautstellen zahlen. Ich bezahle gern, wenn ich auf gut ausgebauten Straßen fahren darf, aber ich will die Benachteiligung deutscher Autofahrer beenden“, sagte er unter Beifall.

Der Stimmkreisabgeordnete Harald Kühn verteidigte den Einspruch Bayerns zur Höhe des Länderfinanzausgleichs. Einige Länder könnten sich beim Schuldenabbau deutlich mehr anstrengen, mahnte Kühn. Beim Straßenbau müsse die Chance, einen Bundesverkehrsministers zu haben, der aus der Region kommt, „am Schopfe gepackt“ werden. 

Landrätin Andrea Jochner-Weiß brennt das Problem „Asylsuchende im Landkreis“ unter den Nägeln. „Die Unterkünfte gehen aus. Kommt und helft mir, bevor wir wieder Turnhallen belegen müssen. Wir wollen würdige Unterkünfte bieten“, appellierte sie. 

Nach den Ausführungen der Landrätin mischten sich die CSU-Politiker im Biergarten munter unter die Gäste, hörten ihnen zu, beantworteten ihre Fragen. Einige Besucher nahmen den im Voraus vereinbarten Termin mit dem Minister wahr.

Von Georg Müller

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