Blasmusik und seltene Volkstänze – Huosigau und Weilheimer Heimat- und Trachtenverein feiern ihre Jubiläen

Der gemeinsame Fackeltanz der Vereine war der Höhepunkt des Festabends. Fotos: Müller

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GEORG MÜLLER; Weilheim – 100 Jahre Huosigau, 90 Jahre Heimat- und Trachtenverein Weilheim. Auf dem Galaabend zum Auftakt des Huosigau-Festjahres brannten die Vereine in der Stadthalle ein wahres Feuerwerk an Blasmusik und selten gezeigten Volkstänzen ab. Ausrichter der 58. Heimattage waren die Weilheimer Trachtler, die sich als vorbildliche Gastgeber erwiesen. Schirmherrin des Jubiläumsjahres ist die Landtagsabgeordnete Renate Dodell. Die 450 Trachtler aus dem ganzen Huosigau, Kommunalpolitiker und Sponsoren durften sich von Anfang an wie Zuhause fühlen. Unmittelbar nach dem Eintritt ins Foyer empfingen die Gäste zünftige Blasmusik und ein Glas Sekt. Die Stadthalle selbst war rappelvoll bis in den letzten Winkel. Zuletzt half nur mehrfache Nachbestuhlung. Weilheim – Gleich nach der Eröffnung des Festabends durch die Vorsitzenden des Huosigau und des Weilheimer Trachtenvereins Sepp Kaindl und Michael Greif begann der musikalische Teil mit dem von der Weilheimer Jugendgruppe vorgeführten Hesseloher Sprungtanz. Renate Dodell gratulierte den Traditionsvereinen und versprach eine gute Schirmherrin mit oder ohne Regenschirm zu sein. „Ihr Trachtler bereichert das kulturelle Leben in Bayern enorm. Oder anders herum: Ohne Euch wäre Bayern um vieles ärmer. Trachten gehören nicht ins Museum, sondern in den Alltag“, forderte sie und nannte die Weilheimer Oberstadtler als Vorbild in der Sache. Auch Landrat Dr. Friedrich Zeller kam zum Gratulieren. Sein Gastgeschenk zum Jubiläum war eine Spende für die Jugendarbeit. Das Wappen des Huosigaus mit wehrhaftem Schild, Herz für die Liebe zur Heimat, Kreuz für den christlichen Glauben und Ranken für die Natur, bildete den roten Faden seiner Ansprache. Es versinnbildliche in seiner Symbolik irgendwie auch ganz Bayern, so Zeller, der den Abend sichtlich genoss. Die Liebe zum bayerischen Brauchtum kam in jedem Musikstück und Tanz zum Ausdruck. Alle Gruppen, ob es nun die Hochberghauser Tanzlmusi, die Weilheimer Sängerinnen, die Ammertaler Hausmusik, die Starnberger Fischerbuam oderdie Stadtkapelle Weilheim waren, überzeugten bei ihren Auftritten. Moderator Willi Großer lockerte das Programm mit humorigen Anekdoten gefällig auf. Ob er über wahren Reichtum sinnierte, den Grund von „geschwollenen Backen“ beim Fischen aufklärte oder Christian Buck zitierte, der Beifall war ihm gewiss. Den erhielt auch Xaver Kastl, der stellvertretende Vorstand des Weilheimer Trachtenvereins, der die Gäste mit Geschichtlichem von der Gründerzeit bis in die Gegenwart unterhielt. Glanzlichter des Heimatabends waren unter anderem eine Aufführung der Weilheimer Trachtenjugend, die mit dem Weilheimer Stückl „Der Ochs auf der Stadtmauer“ begeistern konnte sowie der selten gezeigte Sterntanz in seiner Urfassung von 1930 und dem gemeinsamen Fackeltanz der Gaugruppe, Patenvereine und Aktiven der Gastgeber. Hier gab es mehrfach lautstarke Bravorufe. „Mir hat’s bärig gefallen“, fasste ein Trachtler im Anschluss seine Eindrücke zusammen.

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