Höchste Übertretung waren 35 km/h

Einsichtige Verkehrssünder beim Blitzmarathon

Blitzmarathon Messstelle Polling
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An der Roßlaichbrücke bei Polling waren (v.li.): PHM Georg Taffertshofer, EPHK Boris Netschajew und PHK Michael Jahn mit der Laserpistole im Einsatz beim Blitzmarathon.
  • VonBianca Heigl
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Landkreis – Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit waren im vergangenen Jahr für nahezu ein Viertel der Verkehrsunfalltoten im südlichen Oberbayern ursächlich.

Aus diesem Grund beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch 2022 am 24-Stunden-Blitzmarathon, der von Donnerstagmorgen, 24. März, bis Freitagmorgen, 25. März, stattfand. Im Rahmen dessen wurden durch Beamte der Polizeiinspektionen Penzberg, Weilheim und Schongau, der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim und der Zentralen Ergänzungsdienste Weilheim insgesamt 18 Lasermessstellen an verschiedenen Örtlichkeiten für die Dauer von jeweils zirka ein bis zwei Stunden betrieben.

Die Bilanz: 40 Geschwindigkeitsverstöße wurden festgestellt und geahndet. Der Großteil der Überschreitungen befand sich in einem Bereich zwischen elf und 15 km/h, was je nach Örtlichkeit – innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften – eine Verwarnung zwischen 40 und 50 Euro bedeutete. Die höchste Überschreitung war bei einem Verkehrsteilnehmer im Gemeindebereich Huglfing gemessen worden, der außerorts bei erlaubten 100 km/h mit 135 km/h gemessen wurde. Diesen erwartet ein Bußgeld von 200 Euro und ein Punkt. Der überwiegende Teil der Betroffenen reagierte äußerst einsichtig und auch von anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern kamen lobende Worte für die Kontrollen.

Während die Polizei an diesem Tag hauptsächlich Unfallschwerpunkte außerhalb geschlossener Ortschaften im Fokus hatte, wurde auch innerorts gemessen, hier jedoch durch Messstellen des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland, die nicht nach speziellen Kriterien ausgewählt wurden, sondern nach Dienstplan schon vor Bekanntgabe des Termins für den Blitzmarathon feststanden. Gemessen wurde in Weilheim, Deutenhausen an der Marnbacher Straße, in Peißenberg an der Wörtherstraße, in Böbing an der Peißenberger Straße sowie in Rottenbuch an der B23 Höhe Einmündung Sportplatz. Und hier gab es auch den Rekord: Bei erlaubten 50 km/h wurde ein Fahrzeug mit 35 km/h mehr festgestellt. Den Fahrer erwartet nun neben einer Regelgeldbuße von 260 Euro ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte auf dem Flensburger Verkehrssünderkonto. Den traurigen „Rekord“ im Bereich südliches Oberbayern setzte der Fahrer eines PKW auf der Autobahn A995 auf Höhe der Anschlussstelle Unterhaching. Im besagten Streckenabschnitt ist die Autobahn ab 22 Uhr zum Schutz der Anwohner vor Lärm in der Nachtzeit auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h beschränkt. Tatsächlich blitzte es bei diesem Fahrer bei sage und schreibe 190 km/h. Den „Tagesschnellsten“ erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von 1 400 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten.

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