"Brave Bürger" gelobt – Sicherheitslage im Landkreis positiv

Die Zahl der Straftaten im Landkreis Weilheim-Schongau ist seit dem Jahr 2004 um 15,4 Prozent zurückgegangen. Allen Grund zur Freude hatten deswegen Landrat Dr. Friedrich Zeller und Polizei- präsident Franz Mayer, als sie die Sicherheitslage in einem Pressegespräch am vergangenen Montag im Landratsamt II erörterten.

„Dank der braven Bürger und der Polizei leben wir in einem sicheren Landkreis“, sagte Zeller. Im Jahr 2008 erfassten die Ordnungshüter insgesamt 4698 Straftaten, 351 Fälle weniger als noch im Jahr 2007. Im Jahr 2004 waren es noch 5557 Straftaten. Während immer weniger Straftaten verübt worden waren, stieg die Zahl der Aufklärung. Bei 2956 Fällen ermittelten die Beamten den oder die Täter. „Man kann im Landkreis sicher leben. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, ist gering“, konstatierte Mayer. Denn werden in Bayern 5203 Straftaten pro 100000 Einwohner begangen, so sind es im Pfaffenwinkel 3578 Verbrechen je 100000 Einwohner. Insgesamt leben hier 131234 Menschen. „Bei so deutlichen Rückgängen haben wir Angst, dass die Straftaten wieder zunehmen“, scherzte Mayer. Rückläufig ist auch die Zahl der Sexualdelikte, die von 54 Fällen im Jahr 2007 auf 41 Verbrechen im Jahr 2008 zurückgegangen ist. Zudem lag die Aufklärungsquote bei 87,8 Prozent. Auf dem niedrigsten Wert seit fünf Jahren sind die Diebstähle im Pfaffenwinkel gesunken: von 1879 auf 1638. 39,4 Prozent der Diebstähle wurden aufgeklärt. Ein großes Problem bereiteten den Polizisten die Drogen. Hierbei blieb die Zahl der Vergehen – vom Rezeptfälschen bis hin zum Verkauf der Betäubungsmittel – mit 260 Fällen nahezu identisch (2007: 276 Fälle). 98,1 Prozent der Fälle klärten die Beamten im Jahr 2008 auf. Trotzdem starben zwei Drogenkonsumenten im Vorjahr. „Das Problem ist, dass die Drogen im privaten Kreis genommen werden. Es gibt keine öffentliche Szene“, ergänzte Klaus Schürgers, Pressesprecher des Polizeipräsidiums (PP) Oberbayern Süd. Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Beamten bei Verkehrsunfällen. „Das hat mit unserer Verkehrsüberwachung zu tun“, erklärte Mayer. Diese Kontrollen möchte er nicht als Schikane der Beamten, sondern als Prävention verstanden wissen. Denn zwölf Verkehrstote im Jahr 2008, bei 3520 Unfällen, machen deutlich, dass die Prävention wichtig ist. Eine der großen Ursachen sieht Landrat Zeller im Alkohol: „Betrunken Autofahren ist kein Kavaliersdelikt. Es muss von der Gesellschaft geächtet werden“, mahnte er. Ebenfalls könnten einige Straftaten durch Alkohol begünstigt werden, kritisierte der Landrat. „Es passiert viel im Alkoholrausch, die Hemmschwelle sinkt.“ Deswegen setzen der Landkreis und die Polizei seit Jahren auf präventive Maßnahmen durch Projekte an Schulen aber auch Verkehrskontrollen und Informationsgespräche durch kriminal- polizeiliche Fachberater.

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