Bernrieds Breitbandausbau nach zweijähriger Bauzeit abgeschlossen

Glasfasernetz in Betrieb

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Drückten bei der offiziellen Inbetriebnahme des Bernrieder Glasfasernetzes gemeinsam aufs Knöpfchen: Bürgermeister Josef Steigenberger (Mitte) und Klaus Strauß, Teamleiter bei der Telekom für den Bereich „Technik“. Mit auf dem Bild: V. li. Dirk Eckert, Filialleiter im Telekom-Shop Weilheim, Walter Rudy, Geschäftsleiter im Bernrieder Rathaus, und Florian Goldhofer.

Bernried – Die Gemeinde Bernried ist nun an die superschnelle Datenautobahn angeschlossen – und dabei befinden sich vor allem die äußeren Ortsteile Gallafilz, Unterholz, Adelsried und Höhenried auf der Überholspur: Dort wurde nach knapp zweijähriger Bauzeit der Glasfaser-Ausbau für rund 100 Haushalte abgeschlossen.

Die ersten Kunden surfen bereits mit einem Gigabit pro Sekunde im Netz, die restlichen FTTH-Anschlüsse („Fibre to the Home“) werden im ersten Quartal 2019 fertiggestellt. Die Glasfasertechnik ermöglicht alle digitalen Anwendungen, wie zum Beispiel Video-Streaming, Home-Office und Gaming. Auch unterstützt sie Technologien wie Virtual Reality, Telemedizinangebote und Smart-Home.

Während die Telekom die Breitbandversorgung im Bernrieder Ortskern auf eigene Rechnung mit FTTC-Anschlüssen („Fibre to the Curb“) ausgebaut hat, wurden im Außenbereich die Glasfaserkabel direkt bis ins Haus gelegt. Um die dort auftretende Wirtschaftlichkeitslücke – insgesamt 311 000 Euro – zu schließen, wurden staatliche Fördergelder in Anspruch genommen. Auch die Gemeinde beteiligte sich an den Kosten und zwackte 93 000 Euro aus dem Kommunalhaushalt ab.

Den Auftrag für die Installation von FTTH-Anschlüssen („Fibre to the Home“) im Außenbereich erhielt ebenfalls die Telekom.

„Insgesamt bin ich recht zufrieden damit, wie der Breitbandausbau gelaufen ist“, resümierte Bürgermeister Josef Steigenberger bei der offiziellen Netz-Inbetriebnahme die aufwendige Umrüstung. Schnelles Internet sei für die Städte und Gemeinden in der heutigen Zeit „ein Muss“, um konkurrenzfähig zu bleiben: „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen“, erklärte der Rathauschef.

Im Gegensatz zu den äußeren Ortsteilen ist der Bernrieder Ortskern „nur“ mit FTTC-Technik ausgerüstet worden. Das heißt, das Glasfaserkabel geht nicht bis ins Haus, sondern endet am Verteiler am Straßenrand. Allerdings gibt es einen „Masterplan“, der laut Telekom-Regionalmanager Florian Goldhofer bei Bedarf nach und nach abgearbeitet wird.

Im Zuge dessen würde auch Bernrieds Dorfzentrum mit FTTH-Anschlüssen ausgestattet werden – „wenn es für die Telekom wirtschaftlich ist“, so Goldhofer. Seit September sind in einigen Straßenzügen bereits über die neue Supervectoring-Technik Übertragungsraten von bis zu 250 Mbit pro Sekunde möglich. Die Kosten für die Aufrüstung des Vectoring übernimmt die Telekom.

Von Bernhard Jepsen

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