Für 240 Haushalte – Telekom gewinnt Ausschreibungsverfahren

Highspeed-Internet kommt

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Manuela Vanni und Ralf Niepel unterzeichneten die Verträge. Mit dabei Jürgen Schuster (li.) von der Breitbandberatungsfirma „Corwese“ und Klaus Strauß (stehend).

Peißenberg – Im Ortskerngebiet von Peißenberg hat die Telekom in den vergangenen Monaten in Eigenregie den Breitbandausbau vorangetrieben. Das Projekt ist technisch inzwischen abgeschlossen. Nun wird sich die Telekom auch um den staatlich sowie kommunal geförderten Glasfaserausbau im Außenbereich kümmern.

Im Ausschreibungsverfahren hatte der Konzern als günstigster Anbieter den Zuschlag erhalten. Bei einem Pressetermin im Peißenberger Rathaus wurden kürzlich die Verträge offiziell unterschrieben.

Insgesamt wird die Telekom rund 240 Haushalte in den gemeindlichen Außenbezirken an die super schnelle Datenautobahn anschließen, unter anderem an der Alten Bahn, in Armeleiten, am Berghof und in Hohenwart. Die Glasfaserkabel werden dort bis auf wenige Ausnahmen ins Haus gezogen. Den Internet-Nutzern stehen nach Beendigung der Bauarbeiten Übertragungsraten zwischen 100 Mbit/s und einem Gbit/s zur Verfügung. Die Breitbandversorgung ist damit qualitativ sogar besser als im Ortskerngebiet. Im Marktrat war der kommunal subventionierte Ausbau nicht unumstritten. Unter dem Strich muss die Gemeinde nämlich immerhin 430 000 Euro aus eigener Tasche bezahlen. 1,32 Mio. Euro schießt der Freistaat Bayern zu, um die Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 1,75 Mio. Euro zu decken.

Insgesamt wird die Telekom im Außenbereich 50 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, acht Multifunktionsgehäuse und elf Netzverteiler aufstellen. Zunächst aber steht die Feinplanung auf dem Programm. Laut Telekom-Technikleiter Klaus Strauß wird sich die Projektumsetzung generell aber noch etwas hinziehen. Der Grund: Sowohl die Telekom als auch die Tiefbaufirmen sind derzeit voll ausgelastet.

„Vor Mitte 2020 sehe ich keinen Baubeginn“, erklärte Strauß. Das heißt, Peißenbergs Außenbereiche werden wohl erst im Jahr 2021 an das Highspeed-Internet angeschlossen sein. Die Anbindung an das Telekom-Netz erfolgt nämlich erst dann, wenn alle in dem Auftragsvolumen vorgesehenen Leitungen verlegt sind.

Von Bernhard Jepsen 

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