Vertrag endlich unterschrieben

Breitbandausbau in Wessobrunn startet im Frühjahr 2020

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Bei der Vertragsunterzeichnung vo.v.li. Helmut Dinter und Ralf Niepel, Telekom. Hi.v.li.: Gemeinderat Hermann Lautenbacher, Martin Krenner, Jürgen Schuster, Planungsbüro Corvese und Thilo Kurtz, Telekom.

Wessobrunn – Geduld war in Wessobrunn beim Thema Breitbandausbau angesagt. Seit Mitte 2017 beschäftigte sich die Gemeinde damit, das Surfen im Internet zu verbessern. Nach vielen Verhandlungen, Förderanträgen und Gesprächen biegt das Projekt langsam in die Zielgerade.

Vor Kurzem wurden die entsprechenden Verträge mit der Telekom unterschrieben. Im nächsten Frühjahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant.

„36 Monate Bauzeit ist durchaus eine Herausforderung“, erklärte Ralf Niepel, Regionalmanager der Telekom, bei der Vertragsunterschrift im Rathaus. Ursprünglich sollte das Vertragswerk bereits im Februar unter Dach und Fach gebracht werden. „Die Verzögerung ist der atene KOM (Anm.d.Red.: Sie betreibt und verantwortet das Breitbandbüro des Bundes) geschuldet. Der nötige Förderbescheid kam erst Ende Juli“, erklärte Martin Krenner, der für die Wessobrunner Verwaltung das Projekt betreut.

Über 750 Haushalte in der Klostergemeinde können nach Abschluss des Ausbaues, der mit 4,4 Mio. Euro veranschlagt ist, mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde Downloads und mit bis zu 500 MBit/s Uploads durchführen. Dazu werden 220 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und zahlreiche Netzverteiler aufgestellt. „Das Besondere bei uns ist, dass die Hausanschlüsse mit dabei sind“, führte Bürgermeister Helmut Dinter aus. In vielen anderen Breitbandprojekten ist dies nicht der Fall. Mit diesem Vorteil ist Niepel überzeugt, die Wessobrunner von einem Anschluss überzeugen zu können, die für das Projekt einen bei 839 000 Euro gedeckelten Eigenanteil beisteuern. „In der Regel sind rund 90 Prozent dabei“, schätzt der Telekom-Manager.

„Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil und steigert den Wert jeder Immobilie“, freut sich Dinter, dass in den Wessobrunner Ortsteilen nach zeitraubenden Vorarbeiten zukünftig beim Datenverkehr Hochgeschwindigkeit angesagt ist. „Mit dem Vertrag legen wir den zweiten Grundstein für die digitale Zukunft Wessobrunns“, erklärte Niepel.

Bis es soweit ist sind aber noch viele Arbeiten nötig. Die Telekom steigt nun in die Feinplanung ein. Parallel dazu erfolgt die Auswahl einer Tiefbau-Firma, was angesichts der hohen Auslastung in diesem Bereich nicht einfach sein wird. Für den Ausbau selbst benötigt die Telekom dann auch noch die Zustimmung der jeweiligen Grundstücksbesitzer. „Glasfaser gibt es nur gemeinsam“, stellte Niepel klar, dass eine Einverständniserklärung nötig ist. Die Telekom wird dazu die Eigentümer direkt kontaktieren. Zudem wird das Projekt auch noch in einer eigenen Bürgerversammlung, die für das Frühjahr 2020 geplant ist, im Detail vorgestellt.

Von Roland Halmel

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