Brütende Falken im Kloster – live dabei – Videokamera zeigt Brut und Aufzucht der Jungvögel in Benediktbeuern

Vogelfrühling: Ein Turmfalken-Paar brütet wieder im Dachstuhl des Klosters. Interessierte Besucher im Museum des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) können die fünfwöchige Brut und die anschließende Aufzucht der Jungen live am Bildschirm mitverfolgen – dank einer Video-Kamera, die das Geschehen aus dem „Brutkasten“ direkt überträgt.

Der Turmfalke (Falco tinnunculus), der 2007 „Vogel des Jahres“ war, fühlt sich schon seit längerer Zeit im Kloster Benediktbeuern äußerst wohl. Denn dort nistet er nicht nur im Speicher über dem Konventbau, sondern auch im Dach­geschoss des benachbarten Maierhofes. Insgesamt fünf Brutpaare sind es in diesem Jahr auf dem Klostergelände. Warum ist das Kloster von Turmfalken so gefragt? Durch die naturnahe Bewirtschaftung und die Renaturierung wird das Klosterland als Lebensraum dieses faszinierenden Greifvogels immer wertvoller. Und in den alten Klostergebäuden findet er ideale Nistmöglichkeiten. Schon seit Jahren betreut Ewald Hortig als ehrenamtlicher ZUK-Mitarbeiter die im Kloster nistenden Turmfalken. Wenn es in einem guten Jahr besonders viele Mäuse gibt, brüten die Turmfalken auch zweimal. Vier bis sechs Junge können dann flügge werden. Inzwischen haben die Klosterfalken bereits eine kleine Fangemeinde um sich geschart: Kinder, Senioren, Familien und andere Vogelfreunde sitzen oft stundenlang vor den Monitoren im ZUK-Museum, um sich nichts von der Brut und Aufzucht der Turmfalkenjunge entgehen zu lassen. Das Museum mit der Beobachtungsstation ist täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

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