Konrad Hölzl stellt sein Buch über Wessobrunner Sterbebilder ab dem 19. Jahrhundert vor

Buchvorstellung Wessobrunner Sterbebilder ab 19. Jahrhundert. V. li.: Bürgermeister Georg Guggemos, Helga Kratzl (Wessofontanum), Konrad Hölzl und Wilfried Steigenberger.
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Vor dem „Wessobrunner Gebet“ wurde das Buch vorgestellt. V. li.: Bürgermeister Georg Guggemos, Helga Kratzl (Wessofontanum), Konrad Hölzl und Wilfried Steigenberger.

Wessobrunn – Über die Wessobrunner Vergangenheit gibt es bereits einige Bücher. Jetzt kam ein weiteres, außergewöhnliches Werk dazu. Konrad Hölzl, der ehemalige Wessobrunner Bürgermeister, präsentierte vor kurzem ein historisches Kompendium mit Sterbebildern aus der Klostergemeinde ab dem 19. Jahrhundert.

Vermutlich gab es die ersten davon, natürlich noch ohne Bild, nach dem 70-er Krieg um 1872“, erklärte Hölzl bei der Vorstellung des 520-seitigen Werks, das 1 250 Sterbebilder enthält. „Bei der Durchsicht alter Akten vor einigen Jahren stellte ich fest, dass es künftig schwierig sein wird, die einzelnen Sterbebilder den entsprechenden Häusern zuzuordnen“, berichtete Hölzl, wie die Idee für dieses Buch entstand. Die Grundlage dafür bildete die Sammlung von Ludwig Schuster, dem ehrenamtlichen Archivar von Wessofontanum. Seinen Sammelfleiß setzten Diemut Pröbstl und Regina Wahl-Geiger fort.

Hölzls anschließende Suche nach weiteren Exemplaren, sortiert nach Straßen- und Hausnummern, erwies sich als nicht einfach. „Bei Generationswechseln wurden leider viele vernichtet, ich fand aber immer wieder Leute, die mir welche zukommen ließen“, berichtete der ehemalige Bürgermeister, der auch ein paar unerwartete Entdeckungen machte: Hierzu zählt das Sterbebild von Michael von Sager, dem ehemaligen Besitzer des Klostergebäudes und Erbauer des Klosterguts, der 1898 am Münchner Südfriedhof bestattet wurde. „Das zu finden hat mich besonders gefreut“, sagte Hölzl. Um das Ganze druckfähig zu machen, musste jedes Bild fotografiert werden. Diese aufwändigen Arbeiten übernahm Wilfried Steigenberger. „Ohne ihn wäre das Buch noch nicht fertig“, lobte Hölzl, der von heimischen Firmen finanzielle Hilfe für die Druckkosten bekam. „Damit kann dieses Werk zu einem soliden Preis angeboten werden“, freute sich Hölzl. Das Sammelwerk, das die Vereinigung Wessofontanum in einer Auflage von 200 Stück im Eigenverlag erstellt hat, kann dort erworben werden. In der Zwischenzeit arbeitet der Buchproduzent an einem neuen Werk. „Ich bin dabei, Sterbebilder aus Forst zu sammeln und hoffe noch auf Unterstützung durch die Bevölkerung“, verriet Hölzl bei der Präsentation des Buches.

Von Roland Halmel

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