Peißenberg ehrt bürgerschaftliches Engagement, sportliche Leistungen und junge Kunst

Die heimlichen Helden

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„In Peißenberg ist das Ehrenamt noch sehr ausgeprägt“, lobte Bürgermeisterin Manuela Vanni beim Festakt in der Tiefstollenhalle.

Peißenberg – Ob ein aufmunterndes Wort für Kranke, eine halbe Stunde Zeit für Alte oder pure Liebe für die eigene Heimat – Ehrenamt hat viele Gesichter. Einige von ihnen waren bei einem Festabend in der Tiefstollenhalle zu sehen. 

Aber auch die besten Sportler der  Marktgemeinde sowie junge KünstlerInnen durften sich über die Ehrung im feierlichen Rahmen freuen.

Zahlreiche Vorschläge brachten die Peißenberger ein und so fiel es dem Gremium rund um Bürgermeisterin Manuela Vanni nicht leicht, sich zu entscheiden. Doch schließlich standen drei Einzelpersonen und zwei Gruppen fest. „Das Engagement lässt sich gar nicht genug anerkennen“, dankte Vanni in ihrer Rede. Mit der kleinen Geste wolle die Gemeinde „die Bedeutung des Ehrenamts hervorheben“.  Anderl Lenggers Zither ist sein Leben und daran lässt er immer wieder die Menschen im Seniorenzentrum oder im Krankenhaus teilhaben. Auch im Trach- tenverein, der Knappschaftskapelle, im Kirchenorchester und vor allem im Zitherclub ist er seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Margit Pledl leitet seit 18 Jahren die Selbsthilfegruppe für MS-Kranke und stärkt so vor allem „das soziale Immunsystem“ der Betroffenen, wie Diakon Siegfried Thalmaier in seiner Laudatio lobte. Franz Auer wirkt in einem ganz anderen Bereich. „Er hat uns gezeigt, wie schön es bei uns ist“, fasste es Altbürgermeister Hermann Schnitzer zusammen. Seit vielen Jahren fotografiert Auer Peißenberg und dessen Werdegang. „Unschätzbare Dokumente“ zeigen beispielsweise das Werden des Wörther Zentrums. Einnahmen aus Diavorträgen spendet der Rentner immer an den Altenheimverein. 


Auch der Einsatz zweier Gruppen wurde hervorgehoben. Sie helfen als wäre es selbstverständlich und das in sehr unterschiedlichen Bereichen: die einen auf der Straße vor den Schulen, die anderen an Sterbebetten.


Schon an ihren gelben Jacken sind sie von Weitem zu erkennen, die Schülerlotsen. Ob Hitze oder Minusgrade, in den Morgenstunden sorgen sie dafür, dass alle Schüler sicher über die Straße kommen. Dafür sprach Vanni den Dank der Gemeinde aus. Die HospizhelferInnen bekamen einen besonders herzlichen Applaus. Sie ermöglichen einen „Abschied in Würde“, hob Vanni die Wichtigkeit ihrer Arbeit hervor. Durch „persönliche und liebevolle Begleitung“ betreuen sie Menschen, die dem Ende des Lebens entgegen gehen und deren Angehörigen, sei es ambulant oder im Hospiz. 

Auch SportlerInnen bekamen eine Urkunde. Normalerweise werden sie bei der Sportlerehrung bedacht, doch wegen ihrer herausragenden Leistungen   gab es eine außerplanmäßige Anerkennung. Monika Bittner wurde mit dem ESC Planegg Deutsche Meisterin im Damen-Eishockey und spielt in der Nationalmannschaft, Meike Krimphove und Carolin Welsch gewannen mit ihrer U-18 Eishockeymannschaft Bronze bei der Jugend-Winterolympiade, Markus Feyerabend wurde Weltmeister im Segelkunstflug und Martina Steidl Deutsche Meisterin im Schafkopf. 

Über Geldpreise durften sich junge KünstlerInnen freuen. Drei Förderpreise wurden von der Kulturstiftung der Vereinigten Sparkassen und des Marktes Peißenberg vergeben. Christina Schiebel bekam einen Scheck, um sich neue Musikprogramme zu kaufen. Die 14-Jährige komponiert Chor- und Orchesterstücke und nahm erfolgreich an Wettbewerben von Musikhochschulen teil. Helena Papendick illustriert Kinderbücher. Sie bekam einen Zuschuss für ihr nächstes Projekt. Der Schulchor der Realschule kann sich von dem Geld viele neue Noten kaufen.

Von Ursula Gnadl

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