Birkenallee-Radweg fällt nicht in Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Pähl

Bürgerentscheid abgelehnt

Auch die Radldemos gehen am 1. September weiter.

Pähl – Die Rechtsaufsicht des Landratsamtes in Weilheim hat der Gemeinde Pähl mitgeteilt, dass ein fahrbahnbegleitender Radweg entlang der Birkenallee nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt und somit ein Bürgerentscheid nicht zugelassen werden kann.

Mit der Ablehnung ist die Umsetzbarkeit des Radwegebaues keineswegs in Frage gestellt worden. „Angesichts der eindeutigen Zustimmungsquote von über 90 Prozent ist dies mehr als ein eindeutiges Signal an die Staatsregierung und Frau Staatsministerin Ulrike Scharf, die ein Meinungsbild der Bürger gefordert hatte“, so Pähls erster Bürgermeister Werner Grünbauer. Es liegt nun alleine an dem Willen des Umweltministeriums und der Obersten Baubehörde, neben der naturschutzfachlich nachgewiesenen Machbarkeit auch dem klaren Bürgerwillen gerecht zu werden und schnellstmöglich ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, wie Grünbauer in einer Pressemeldung mitteilte: „Alles andere ist nicht nachvollziehbar und nicht mehr vermittelbar.“

Von circa 700 wahlberechtigten Fischener Bürgern haben 640 ihre Unterschrift geleistet. Einige Haushalte konnten nicht erreicht werden. Die Sammlung erfolgte hauptsächlich im Gemeindebereich Fischen. Auf Nachfrage bei den Initiatoren haben im Rahmen der Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren weniger als zehn Bürger die Unterstützung verweigert. Die Ablehnung des Bürgerentscheids für den Birkenallee-Radweg durch das Landratsamt Weilheim-Schongau ist auch nach Ansicht der „Initiative Radwege am südlichen Ammersee“ kein Zeichen dafür, dass die kürzeste Radverbindung nach Dießen nicht umgesetzt werden kann. „Wir müssen die Einschätzung des Landratsamts zur Kenntnis nehmen, dass für dieses Projekt die Gemeinde Pähl nicht zuständig ist“, so der Leiter der Initiative Professor Ernst Roeckl (Dießen). „Wichtig war, dass wir zumindest den Versuch unternommen haben. Die vorgeschaltete Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren hat doch gezeigt, dass sich die Fischener mit überwiegender Mehrheit den Radweg wünschen. Und das war das Signal, auf das die bayerische Umweltministerin ebenso wie die Landrätin Wert gelegt hatten“, so Roeckl weiter. Mitglieder der Initiative werden in den nächsten Wochen insbesondere auch bei den Pähler Bürgern für den Bau des Birkenallee-Radwegs werben und weitere Unterschriften sammeln. „Wir wollen der Politik zeigen, dass die gesamte Mehrheit der Gemeinde Pähl hinter unserer Forderung steht“, so Lorenz Baumann von der Lebensraumplanung Pähl. Die Radl-Demos werden weiter organisiert, nach der Sommerpause im August startet die nächste am Freitag, 1.September, am Maibaum in Raisting, wie die Initiative mitteilt.

Von Kreisbote

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