50 Teilnehmer diskutieren über Nachbarschaftshilfe und Soziales

Wessobrunn: Viel Resonanz für Bürgerkreis

Besucher Bürgerkreis Wessobrunn.
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Gut besucht war die Auftaktveranstaltung des neuen Bürgerkreises in Wessobrunn.

Wessobrunn – Noch vor dem Lockdown hatte die Gemeinde zum ersten Bürgerkreis geladen, der die bisherigen Arbeitskreise ablöst. Thema der Zusammenkunft im Landgasthof Eibenwald, zu der sich rund 50 Interessierte einfanden, waren die Nachbarschaftshilfe, Soziales und das Bürgerengagement.

„Schön, dass so viele da sind“, freute sich Bürgermeister Georg Guggemos, der den Abend mit Gemeinderat Max Obholzer moderierte, über die gute Resonanz. „Hoffentlich gehen wir raus mit einem Pool an Leuten, die sich für die Gemeinde einbringen“, nannte Guggemos ein Ziel des ersten Treffens, dem weitere folgen sollen. Nachbarschaftshilfe sei für ihn „mehr als Senioren zu unterstützen. Auch Familien können sie brauchen“, erklärte Guggemos, der bei seinen Geburtstagsbesuchen bei älteren Gemeindebürgern keinen besonders hohen Bedarf für eine Unterstützung feststellte. „Ich höre immer wieder, das macht der Sohn oder die Tochter“, lobte er den familiären Zusammenhalt in der Gemeinde.

Das war auch die Erfahrung der Nachbarschaftshilfe Haid, die es schon seit einigen Jahren gibt. „Wir haben einen Besuchsdienst, der wird aber nicht genutzt. Die Leute fühlen sich offensichtlich wohl“, erklärte eine Vertreterin der Helfergruppe. „Es gibt aber durchaus Bedarf für eine Hilfe. Man muss den Leuten nur die Scheu nehmen, sich zu melden“, war aus dem Plenum zu hören. Mehr Unterstützung könnte auch Christoph von Armansperg brauchen, der als Einziger aus dem ehemals großen Asylhelfer-Kreis übrig geblieben ist.

Darüber hinaus gab es Anregungen für mögliche Hilfsangebote bei der Kinderbetreuung oder bei schulischen Problemen. Zur Sprache kamen auch die „Notfalldose“, das Thema Leihopa- oder -oma und der Seniorentreff in der „Alten Kanzlei“ in Forst. „Das ist sehr gut gelaufen. Wir hatten regelmäßig 15 Leute, aber jetzt können wir wegen der Schülerbetreuung nicht mehr rein“, hofft Maria Resch auf eine Lösung.

Besprochen wurde danach, wie die möglichen Hilfsangebote publik gemacht werden. Die App auf dem Smartphone sei nicht die beste Lösung, da nicht alle Senioren über ein Handy verfügen. Stattdessen wurde angeregt, das Gemeindeblatt dafür zu nutzen. „Wir bräuchten einen persönlichen Ansprechpartner“, kam Richilde Kölbl auf den Antrag für eine soziale Stelle im Ort zurück, der zuletzt im Gemeinderat keine Mehrheit gefunden hatte. Guggemos verwies dabei erneut auf die ehrenamtliche Schiene, über die seiner Meinung nach die Organisation erfolgen soll. „Eine Trägerschaft der Gemeinde kann ich mir aber vorstellen“, erklärte Guggemos. „Wir bilden jetzt aus den Vorschlägen Kategorien und Gruppen für eine zweite Veranstaltung, fasste Obholzer als Ergebnis zusammen. Guggemos zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf: „Die Liste mit den Kontaktdaten der Interessierten ist voll.“

Von Roland Halmel

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