"Solide Rathauspolitik"

Bürgermeister-Kandidat Zellner bei CSU-Neujahrsempfang im Mittelpunkt

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Will Peißenberg im Falle eines Wahlsiegs nicht nur verwalten: CSU-Bürgermeister-Kandidat Frank Zellner.

Peißenberg – Der Wahlkampf kommt in Peißenberg bislang noch nicht so richtig in Schwung. Auch beim traditionellen Neujahrsempfang der Peißenberger CSU gab nur vereinzelte und dosierte Attacken auf die politische Konkurrenz.

„Peißenberg hat mehr verdient, als nur verwaltet zu werden“, erklärte Bürgermeister-Kandidat Frank Zellner vor den anwesenden Gästen im Foyer der Tiefstollenhalle. Die Kommunalwahl sei eine „Weichenstellung“ für die Marktgemeinde. Der Ort brauche „Ehrlichkeit und Verlässlichkeit“ sowie eine „solide und glaubwürdige Rathauspolitik“. Das war ein indirekter Vorwurf an die amtierende Rathauschefin Manuela Vanni.

Scharfzüngig wurde Zellner dann nur noch beim Thema „Gemeinwohlökonomie“ (GWÖ). „Wir können uns schon selbst um unsere Region, unseren Ort, unsere Betriebe und unsere Bürger fair kümmern. Dazu brauchen wir keine Vorgaben eines obskuren, kostenpflichtigen Vereins“, kritisierte der Spitzenkandidat. Eine GWÖ-Zertifizierung bedeute nur Bürokratie. Ein zusätzlicher Mitarbeiter im Rathaus für die Implementierung der GWÖ – so wie von den Grünen gefordert – wäre nichts anderes als eine „Papiertigerstelle“: „So etwas wird es mit mir nicht geben“, erklärte Zellner.

Der Leiter des Job-Centers in Weilheim sprach zudem von einem Ausbau der digitalen Infrastruktur mit Online-Behördengängen im Rathaus und von einer Förderung von Handwerk und Mittelstand: „Das ist mein Hauptanliegen“, so Zellner. Das Pendeln nach München dürfe nicht zum Normalfall werden. Für die ehemalige Krankenhaus-Immobile kann sich Zellner wiederum vorstellen, ein „Generationszentrum am Guggenberg“ zu errichten – unter anderem mit Angeboten für barrierefreies Servicewohnen, Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen sowie Demenz-Wohngemeinschaften. Auch einen Kindergarten solle es dort geben – „denn Jüngere und Ältere gehören zusammen“, so Zellner.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß nahm indes zum Hochwasserschutz in Peißenberg Stellung – und machte den Betroffenen wenig Hoffnung auf schnelle Maßnahmen: „Das ist leider eine Sache, die wir nicht über Nacht machen können. So eine Planung dauert etliche Jahre.“ Wahlkampfhilfe für Zellner gab´s dann schließlich noch vom CSU-Landesgruppenchef in Berlin: „Du hast meine vollste Unterstützung. Ich will, dass Du Bürgermeister von Peißenberg wirst“, ließ Alexander Dobrindt Zellner wissen. Selbiger sei „unaufgeregt, freundlich und nicht aufdringlich“. Zellners Kandidatur sei ein „großartiges Bekenntnis“ für Peißenberg.

Von Bernhard Jepsen

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