12 000 Euro Ausschüttung aus Bürgerstiftung geht an die Naturfreunde

Finanzspritze für Spielplatz

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Die Naturfreunde präsentierten Vertretern aus Stiftungsbeirat, Sparkasse und Stadt ihren Spielplatzentwurf. V.li. Winfried Bardorf, Eugen Tenhumberg, Beatrix Katscha, Joseph Wurm (Naturfreunde); Dr. Eckart Stüber, Bürgermeister Loth, Dr. Johannes Langer 3.v.re. (Stiftungsbeirat); Josef Koch, Vorstandsvorsitzender Sparkasse; Karin Groß, Stefan Frenzl (Stadt).

Weilheim – Generationen von Kindern sind die Rutsche hintergesaust, in den Klettergerüsten gehangen und über die Dschungelbrücke balanciert. Der beliebte Spielplatz am Naturfreundehaus ist in die Jahre gekommen und dass er nun – was dringend notwendig ist – generalsaniert werden kann, ist auch der Bürgerstiftung der Stadt Weilheim zu verdanken.

Mit der zweiten Ausschüttung der Erträgnisse und Spenden aus der im März 2013 errichteten Stiftung fließen 12 000 Euro in das Projekt. Aus eigener Kraft allein, schilderten Vertreter der Naturfreunde bei der symbolischen Scheckübergabe in der Sparkasse die Situation, könne die Modernisierung des Spielplatzes niemals gestemmt werden. Dessen älterer Teil mit Schaukel, Rutsche, Hütten und Klettergerüst ist etwa 45 Jahre alt, Baumhaus, Kletterbaum und Dschungelbrücke wurden vor 25 Jahren errichtet.

Die Naturfreunde, zollte ihnen Bürgermeister Markus Loth Respekt, hätten sich stets darum gekümmert, den – auch öffentlich gern genutzten – Familientreffpunkt attraktiv und in verkehrssicherem Zustand zu erhalten. Doch „der Zahn der Zeit nagte auch an den Spielgeräten“, wie Loth feststellte: Holzteile sind vermorscht und Halteseile angeknabbert, so dass Handlungsbedarf gegeben ist.

64 000 Euro sind laut Joseph Wurm erforderlich, um den Spielplatz wieder „auf die Höhe der Zeit“ zu bringen. Das ständige Nachbessern nütze nichts mehr, „der Platz ist am Ende“, konstatierte der erste Vorsitzende der Weilheimer Naturfreunde. Die Mitglieder wollen sich mit viel Eigenleistung in das Vorhaben einbringen. So habe die Familiengruppe ein Modell auf zwei Ebenen gebastelt, bei dem die Spielbereiche je nach Alter der Kinder in verschiedene Zonen gegliedert sind. Neu geplant ist ein Wasserspielplatz, das angrenzende Waldstück soll unter das Motto „Biberplatz“ gestellt werden, berichtete Landschaftsarchitekt Wurm von „ersten Rohüberlegungen“. An Bolzplatz und Basketballkorb wird ebenfalls gedacht. Die Detailgestaltung wird großteils von den Vereinsmitgliedern übernommen. „Weilheims schönster Spielplatz“ (Wurm) soll am Naturfreundehaus beheimatet sein und – wenn die Sanierung planmäßig vorankommt – am Internationalen Kindertag, 20. September, wiedereröffnet werden.

Weilheimer Bürgerstiftung

Weilheim hat 2013 als erste Kommune im Landkreis die Idee der Sparkasse (damals noch Vereinigte Sparkassen im Landkreis Weilheim) aufgegriffen und unter dem Dach der DT Deutsche Stiftungstreuhand AG eine Bürgerstiftung gegründet. Weilheimer, die keine Erben (mehr) haben oder der Stadt, in der sie viel Lebenszeit verbringen, Gutes tun möchten, können darin ihr Vermögen zur Finanzierung von Gemeinwohlaufgaben hinterlassen (wir berichteten).

Vier weitere Kommunen folgten diesem Beispiel. Mit der Fusion zur Sparkasse Oberland brachte die Schongauer Sparkasse laut Direktor Josef Koch 16 Bürger-, zwei Förder- und sieben Namensstiftungen ein, so dass die Sparkasse aktuell 30 Stiftungen von Kommunen, Privatpersonen oder Institutionen verwaltet.

Der Stiftungsbeirat, in Weilheim sind dies der erste Bürgermeister sowie vier Stadträte, entscheidet über den Verwendungszweck und die Höhe der Förderung. Nach der ersten Ausschüttung im Jahre 2016 an Stadtkapelle und Pfadfinder ging 2017 „ein stattlicher Betrag“ (Koch) an die Naturfreunde, dessen Summe Bürgermeister Loth in seiner Rede verriet.

Von Maria Hofstetter

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